Der Schienenverkehr in Polen startete mit unterschiedlichen Entwicklungen ins Jahr 2026: Während der Personenverkehr weiterhin stark zunahm, blieb das Frachtvolumen unter dem Vorjahresniveau.
Nach Angaben der UTK beförderte die Bahn in den ersten beiden Monaten des Jahres fast 70 Millionen Fahrgäste, was einem Anstieg von 6,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Auch die Personenkilometer stiegen um fast 8 %, was die anhaltende Nachfrage nach Bahnverkehrsdiensten sowohl im Regional- als auch im Fernverkehr bestätigt.
Allein im Februar wurden fast 34,5 Millionen Fahrgäste gezählt – das ist das beste Februar-Ergebnis seit über einem Jahrzehnt und untermauert den Aufwärtstrend bei der Bahnnutzung.
Im Gegensatz dazu steht der Schienengüterverkehr weiterhin unter Druck. Im Januar und Februar belief sich das Gesamtvolumen auf etwas mehr als 32,5 Millionen Tonnen, was einem Rückgang von 5,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht; auch die Beförderungsleistung ging zurück.
Die Ergebnisse für Februar deuten auf eine teilweise Stabilisierung hin, wobei sich die Transportmengen im Vergleich zum Januar leicht verbessert haben. Es wurden rund 16,4 Millionen Tonnen befördert, was in etwa dem Niveau der letzten Monate entspricht, während die betrieblichen Leistungsindikatoren ein moderates Wachstum verzeichneten.
Für den Schienengüterverkehr verdeutlichen die Zahlen die anhaltenden Herausforderungen, die mit der schwächeren Nachfrage der Industrie und sich wandelnden Logistikmustern verbunden sind, insbesondere bei Massengut- und traditionellen Rohstoffströmen.
Gleichzeitig bestätigen die Daten, dass der Personenverkehr auf der Schiene nach wie vor ein wichtiger Wachstumsmotor ist, gestützt durch die steigende Nachfrage nach nachhaltiger Mobilität und anhaltende Investitionen in Dienstleistungen und Infrastruktur.
Diese gegensätzliche Entwicklung unterstreicht einen allgemeinen Trend in ganz Europa, wo sich der Personenverkehr kräftig erholt, während die Frachtmärkte zu Beginn des Jahres 2026 weiterhin Schwankungen unterliegen.