Kombiverkehr zeigt, wie die deutsche Bahninfrastruktur den intermodalen Schienenverkehr beeinträchtigt

Kombiverkehr zeigt, wie die deutsche Bahninfrastruktur den intermodalen Schienenverkehr beeinträchtigt
© Lokomotion GmbH / Paha Bálint
Die Zugausführungsquote des in Frankfurt ansässigen Betreibers sank auf 84 %, wobei fast 4.000 bestellte Züge im Laufe des Jahres nicht eingesetzt wurden.

Kombiverkehr wickelte im Jahr 2025 665.981 Lkw- Sendungen ab, was einem Rückgang von 13,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, da die schwache Nachfrage und Beeinträchtigungen durch Baumaßnahmen bei der Deutschen Bahn das intermodale Transportvolumen schmälerten.

Die Zahlen verdeutlichen den Druck auf den kombinierten Verkehr in Deutschland zu Beginn des langfristigen Korridor-Sanierungsprogramms von DB InfraGO. Umleitungen, längere Fahrzeiten und zusätzlicher Ressourcenbedarf treiben die Kosten für die Betreiber in die Höhe, die ohnehin schon im Wettbewerb mit dem Straßengüterverkehr stehen.

Kombiverkehr fordert eine Entschädigung für die durch baubedingte Umleitungen entstandenen Mehrkosten. Zu den Vorschlägen gehören Mauterleichterungen für Straßenabschnitte im Zusammenhang mit dem kombinierten Verkehr sowie die Erstattung von zusätzlichen Traktions- und Wagenkosten.

Der Betreiber fügte im Jahr 2025 und Anfang 2026 weitere Verbindungen hinzu, darunter eine höhere Kapazität am Brenner, einen „Quadrante“ Europa-Direktzug, mehr Abfahrten des Interterminal-Zugs Rostock–Verona sowie neue Verbindungen über Neuss, Posen, Mortara, Köln-Eifeltor und Duisburg.

Kombiverkehr hat sich zudem stärker im Terminalbetrieb engagiert. Das Unternehmen schloss sich gemeinsam mit Renfe Mercancías dem Joint Venture „UTE Rail Hub Morrot“ in Barcelona Morrot an und übernahm am 1. Januar 2026 den Betrieb des Rail Hub Duisburg.


Werden Sie Mitglied in unserem Kreis der Insider: Erhalten Sie die wöchentliche Zusammenfassung, die Sie auf dem Laufenden hält!

Neueste Eisenbahnnachrichten

Top-Nachrichten