Zweiter Insolvenzantrag: Helrom geht in die Liquidation

Zweiter Insolvenzantrag: Helrom geht in die Liquidation
© Helrom
Ende Mai 2026 wurden die Mitarbeiter darüber informiert, dass der Betrieb nicht mehr wirtschaftlich tragbar sei, nachdem die Züge von Helrom bereits seit mindestens einer Woche stillstanden.

Helrom, der deutsche Bahnbetreiber, der sich auf den Transport von nicht kranfähigen Sattelaufliegern spezialisiert hat, wird nach einem zweiten Insolvenzverfahren liquidiert, wie Trasporto Europa berichtet.

Die Patente des Unternehmens, die „Trailer Rail“-Waggons sowie weitere Vermögenswerte gehen auf den Insolvenzverwalter über. Der Insolvenzverwalter wird für den Verkauf der Vermögenswerte zuständig sein, entweder als Gesamtpaket an einen anderen Betreiber oder Hersteller oder einzeln.

Helrom beantragte erstmals im Juli 2025 beim Frankfurter Gericht die Einleitung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens. Das Unternehmen führte einen Mangel an Eigenkapital an, nachdem erwartete Finanzmittel von bestehenden Gesellschaftern ausblieben. Zu diesem Zeitpunkt hielt Helrom seine wichtigsten Dienstleistungen aufrecht und bezeichnete den Vorgang als Restrukturierung.

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Der Insolvenzvergleich wurde im Januar 2026 vom Gericht genehmigt. Helrom schloss das Verfahren am 19. und 20. Januar mit einer neuen Unternehmensstruktur, der Helrom Holding Limited, und einem neuen Mehrheits- Anteilseigner, der Hrg-Gruppe, ab. Greenbrier, die Deutsche Anlagen-Leasing und die Société Générale waren ebenfalls an der Restrukturierung beteiligt.

Dal und die Société Générale hatten zuvor Kredite in Höhe von rund 67 Mio. Euro für den Ausbau der „Trailer Rail“-Flotte von Helrom bereitgestellt. Das Unternehmen erhielt zudem einen Zuschuss in Höhe von 15 Mio. Euro vom deutschen Bundesverkehrsministerium für die Markteinführung seiner „Trailer Rail“-Technologie.

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Das System von Helrom nutzte Gelenk-Trailer-Schienenwagen, die für die horizontale Verladung von Standard-Straßen-Sattelaufliegern ohne kranausgestattete Terminals ausgelegt waren. Jeder Wagen bestand aus zwei Ladekammern, die auf drei Drehgestellen montiert waren, und konnte drei Sattelauflieger transportieren. Zum Be- und Entladen kam am Terminal ein seitliches Kippsystem zum Einsatz.

Das Unternehmen sicherte sich zudem eine langfristige Finanzierung in Höhe von rund 34 bis 35 Millionen Euro von der Société Générale und der Deutschen Leasing/Dal für die Serienproduktion der Waggons. Weniger als fünf Monate nach Abschluss der Umstrukturierung im Januar wurde das Unternehmen in Liquidation gestellt.


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