DB Cargo nutzt KI-Technologie für effizienten Schienengüterverkehr

DB Cargo nutzt KI-Technologie für effizienten Schienengüterverkehr
© Deutsche Bahn AG / Georg Wagner
Mehr als 10.000 Waggons pro Tag werden jetzt in acht großen Depots mit Hilfe von KI-Technologie abgefertigt, die den Zustand der Waggons analysiert und wichtige Betriebsdaten ausliest, während sie durch mit Kameras ausgestattete Portale fahren.

DB Cargo setzt im Schienengüterverkehr künstliche Intelligenz ein. In acht großen Rangierbahnhöfen werden täglich mehr als 10.000 Waggons mit Hilfe von KI abgefertigt. Die KI-Technologie kann den Zustand der Waggons beim Durchfahren der Rangierbahnhöfe analysieren. Außerdem kann sie wichtige Betriebsdaten auslesen. Hierfür nutzt DB Cargo bereits bestehende Kamerabrücken. Die KI-Initiative im Schienengüterverkehr ist Teil der langfristigen Wachstumsstrategie "Starke Schiene" der Deutschen Bahn. Das digitale Auge sorgt dafür, dass mehr Güter auf der klimafreundlichen Schiene transportiert werden, weil die Abläufe deutlich schneller und effektiver abgewickelt werden können.

Seit einiger Zeit setzt DB Cargo Kamerabrücken für die digitale Diagnose von Güterwagen ein. An den acht größten Güterbahnhöfen in Deutschland gibt es insgesamt 13 Kamerabrücken. Die Güterzüge passieren die mit Hochgeschwindigkeitskameras und Beleuchtung ausgestatteten Portale. Die aufgenommenen Bilder werden von einer KI ausgewertet, um Schäden zu erkennen.

Ein weiteres Feature wird nun ausgerollt: Mittels KI können die wichtigsten Waggoninformationen in Sekundenschnelle ausgelesen und analysiert werden. Waggonetiketten enthalten wesentliche Betriebsdaten wie Tara, Bremsen, Lademaße und vieles mehr. Die Überprüfung dieser Daten ist gesetzlich vorgeschrieben und muss bei jeder Zugbildung durchgeführt werden.

Bisher mussten die Mitarbeiter dies manuell mit langen Computerlisten erledigen, was viel Zeit in Anspruch nahm. Mit dem neuen KI-gestützten Bildverarbeitungssystem kann DB Cargo nun die 15 wichtigsten Adressen auf einem Güterwagen exakt identifizieren und bearbeiten. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Es ist Teil des Programms "Zukunft des Schienengüterverkehrs".


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