Die ungarische MÁVhat auf der InnoTrans 2024 in Berlin eine Kooperationsvereinbarung mit den Österreichischen Bundesbahnen(ÖBB) unterzeichnet.
Hauptziel des Abkommens ist es, eine Reisezeit von zwei Stunden zwischen den beiden Hauptstädten zu erreichen. Obwohl größere Verkürzungen der Reisezeit erst nach der Renovierung der Bahnstrecke zwischen Hegyeshalom und Wien im Jahr 2028 möglich sein werden, haben sich beide Seiten verpflichtet, die Reisezeiten in der Zwischenzeit schrittweise zu verkürzen. Der Plan sieht eine Anpassung der Fahrpläne und eine Änderung der Haltestellen für internationale Züge vor. Derzeit überqueren zwei Railjet-Zugpaare im Rahmen eines Pilotprojekts die ungarisch-österreichische Grenze ohne Halt in Hegyeshalom, wobei sowohl MÁV-START als auch die ÖBB Lokomotivführer und Zugbegleiter bereitstellen.
In der Vereinbarung werden auch Anstrengungen zur Verbesserung der Fahrgastzufriedenheit durch die Entwicklung eines Qualitätssicherungssystems zur Vereinfachung der Kommunikation zwischen den Eisenbahnunternehmen im Falle technischer Störungen beschrieben.
Neben dem Personenverkehr liegt der Schwerpunkt der Zusammenarbeit auf der Erhöhung der Schienengüterverkehrskapazität. Sowohl MÁV als auch ÖBB planen Programme zur Förderung des kombinierten Güterverkehrs, die von der ungarischen Regierung unterstützt werden. Ziel ist es, umweltfreundliche Güterverkehrslösungen zu verbessern und den Verkehr in Schlüsselbereichen wie der Umschlagzone Záhony aufrechtzuerhalten.
Beide Bahnbetreiber arbeiten auch daran, die Auswirkungen von Bauprojekten auf den internationalen und nationalen Bahnverkehr so gering wie möglich zu halten, und koordinieren ihre Bemühungen mit der Deutschen Bahn, um den Fahrgästen einen reibungslosen Fahrkartenverkauf und eine angenehme Reise zu ermöglichen.