Die rumänische Regierung hat eine Zuweisung von 300 Millionen Euro an Carpatica Feroviar Romania bewilligt, um den Start des Unternehmens und den Erwerb von Vermögenswerten von CFR Marfă zu unterstützen, berichtet Railmarkets rumänischer Medienpartner, Club Feroviar.
Vermögensübertragung von CFR Marfă auf Carpatica Feroviar
Carpatica Feroviar, ein neu gegründetes staatliches Schienengüterverkehrsunternehmen, wird Lokomotiven, Waggons und Instandhaltungseinrichtungen direkt von CFR Marfă erwerben. Die Transaktion im Wert von rund 305 Mio. EUR umfasst 200 Lokomotiven, 6 500 Waggons und sechs Wartungsdepots. Diese Vermögenswerte wurden von KPMG Advisory bewertet, die im Rahmen einer Gruppenverkaufsvereinbarung einen Abschlag von 15 % auf die Gesamtbewertung vornahm.
Im Rahmen des Auszahlungsprozesses werden die Mittel vom Finanzministerium an den Privatisierungsfonds und von dort über die rumänische Steuerbehörde ANAF auf das Konto der CFR Marfă überwiesen. Die Erlöse werden zur Begleichung der ausstehenden staatlichen Beihilfeverpflichtungen von CFR Marfă verwendet, während die verbleibenden Mittel für andere Steuerschulden verwendet werden. Sobald die Zahlungen bestätigt sind, wird das Eigentum an Carpatica Feroviar unter der Aufsicht des Verkehrsministeriums übertragen.
Operative Finanzierung und Personalplanung
Die Regierung hat weitere 6,6 Mio. EUR bereitgestellt, um die Aufnahme der Geschäftstätigkeit von Carpatica Feroviar zu unterstützen. Mit diesen Mitteln werden die Gehälter der Mitarbeiter, die erforderlichen Zertifizierungen und andere Anlaufkosten gedeckt, während das Unternehmen die Aufnahme der Frachtdienste vorbereitet. Die Einstellung erfolgt auf der Grundlage der betrieblichen Erfordernisse, wobei die Mitarbeiter von CFR Marfă nicht automatisch übernommen werden. Stattdessen wird Carpatica Feroviar den Personalbedarf auf der Grundlage des Auftragsvolumens und des operativen Umfangs ermitteln.
Übergang und Umstrukturierung des rumänischen Güterverkehrssektors
Es wird erwartet, dass CFR Marfă den Betrieb einstellt und in Liquidation geht, sobald Carpatica Feroviar voll funktionsfähig ist. Dieser Übergang steht im Einklang mit den umfassenderen Bemühungen der Regierung, finanzielle und betriebliche Ineffizienzen im Güterverkehrssektor zu beseitigen. Durch die Übertragung von Vermögenswerten und Zuständigkeiten auf den neu gegründeten Betreiber will das Verkehrsministerium den Schienengüterverkehr reorganisieren und den Sektor stabilisieren.
Weitere Entwicklungen, einschließlich aktueller Angaben zu den Fortschritten von Carpatica Feroviar auf dem Weg zur vollständigen Zertifizierung und zum operativen Start, werden für 2025 erwartet, wenn der Umstrukturierungsprozess fortgesetzt wird.