Ziel war es, die Funktionalität der Infrastruktur, einschließlich Gleisgeometrie, Weichenbetrieb und Leistung derLOHR-Ausrüstung, vor der geplanten Wiederaufnahme des regulären Güterverkehrs im Frühjahr 2025 zu validieren.
Diese Initiative für den Schienengüterverkehr ist ein gemeinsames Projekt von Brittany Ferries, Ports de Normandie, Cherbourg Port und SNCF Réseau, das vom Staat und der Europäischen Union finanziell unterstützt wird. Ziel des Projekts ist die Wiedereinführung eines durchgängigen Schienengüterverkehrs zwischen Cherbourg-en-Cotentin und Bayonne, der zur Dekarbonisierung der Logistik beiträgt.
Die Bahnstrecke, auf der seit fast zwei Jahrzehnten kein regelmäßiger Güterverkehr mehr stattfand, wurde umfassend modernisiert, um die Betriebs- und Sicherheitsstandards zu erfüllen. Zuvor hatten sporadische Bahnbewegungen wie der Transport von Komponenten des EDF-Werks in Flamanville im Jahr 2019 die Restkapazität der Strecke unter Beweis gestellt.
3 wöchentliche Hin- und Rückflüge zwischen Cherbourg-en-Cotentin und Bayonne
Wenn der Betrieb im Frühjahr 2025 aufgenommen wird, werden zunächst drei wöchentliche Hin- und Rückfahrten zwischen Cherbourg-en-Cotentin und Bayonne angeboten. Diese Frequenz wird voraussichtlich auf fünf Hin- und Rückfahrten pro Woche steigen. Jeder Zug wird bis zu 21 Waggons mit 42 Sattelanhängern aufnehmen können, die eine Gesamtlänge von 750 Metern haben.
Bei der logistischen Koordinierung der Zugbewegungen werden die Ankunftszeiten der Fähren und der Straßenverkehr in Cherbourg berücksichtigt, um die durch die Schließung von Bahnübergängen verursachten Störungen zu minimieren. Im Rahmen der Vorbereitungen hat die SNCF Réseau Infrastrukturverbesserungen entlang des Korridors vorgenommen, darunter Brückensanierungen zwischen Caen und Tours und Tunnelerneuerungen zwischen Poitiers und Bordeaux.
Diese Schienengüterverkehrsverbindung steht im Einklang mit der nationalen Strategie für die Entwicklung des Schienengüterverkehrs, die darauf abzielt, die Emissionen des Straßenverkehrs zu verringern und die Güterlogistik zu optimieren. Langfristig soll die Verbindung Teil eines umfassenderen atlantischen Güterverkehrskorridors sein, der sich von Dourges in Nordfrankreich bis nach Vittoria in Spanien erstreckt.