Generalversammlung der Gemeinschaft der Europäischen Bahnen und Infrastrukturgesellschaften (CER) zusammen und legten die wichtigsten Prioritäten für 2025 fest. Álvaro Fernández Heredia, CEO der spanischen Eisenbahngesellschaft Renfe, wurde in den Verwaltungsausschuss der CER gewählt.
Eines der Hauptthemen der Diskussion war die stabile Finanzierung. Es wurden auch Bedenken hinsichtlich der möglichen Abschaffung der Fazilität "Connecting Europe" (CEF) und ihres bedeutenden Beitrags zur Finanzierung der grenzüberschreitenden Eisenbahninfrastruktur geäußert. Die CER befürwortet die Beibehaltung einer zweckgebundenen Eisenbahnfinanzierung auf EU- und nationaler Ebene, um die Stabilität langfristiger Investitionen zu gewährleisten.
Die Digitalisierung hat nach wie vor oberste Priorität, wobei sich die Bemühungen auf die Einführung des Europäischen Eisenbahnverkehrsleitsystems (ERTMS), der digitalen automatischen Kopplung (DAC) und des digitalen Kapazitätsmanagements (DCM) konzentrieren. Alle diese Systeme werden zu mehr Effizienz, Sicherheit und Interoperabilität in den europäischen Eisenbahnnetzen beitragen. Darüber hinaus untermauert eine verbesserte militärische Mobilität die verstärkten Bemühungen der Europäischen Kommission im Bereich Verteidigung und Sicherheit.
Ein weiteres Thema war die Anbindung aller EU-Hauptstädte an den Hochgeschwindigkeitsverkehr. Der Ausbau des Personen- und Gütertransports auf der Schiene über lange Strecken wurde als Schlüssel für die Dekarbonisierung des Personen- und Gütertransports hin zu ökologischeren Formen genannt. Die Fertigstellung des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) wird von größter Bedeutung sein, wobei die CER auf eine umfangreiche EU-Kofinanzierung in Höhe von 100 Milliarden Euro drängt.
Der CER-Vorsitzende Andreas Matthä(ÖBB) betonte die Bedeutung einer zweckgebundenen Finanzierung für transeuropäische Eisenbahnprojekte und wies darauf hin, dass der EU-Haushaltsrahmen langfristige Infrastrukturpläne unterstützen müsse. Auch Exekutivdirektor Alberto Mazzola schloss sich dieser Meinung an und erklärte, dass Eisenbahninvestitionen eine Investition in die Zukunft Europas seien, die den Weg für Nachhaltigkeit, Wirtschaftswachstum und verbesserte Konnektivität ebne.