Durch den Erwerb eines 60-prozentigen Anteils am Eurobridge Intermodal Terminal durch seine Muttergesellschaft wird METRANS direkt an der Sanierung und Integration der Anlage in sein europäisches Netzwerk beteiligt sein.
Der Terminal liegt in Batiovo nahe der ukrainischen Grenze zu Ungarn und der Slowakei und verbindet sowohl Breitspur- (1520 mm) als auch Normalspur- (1435 mm) Eisenbahnsysteme. Damit überbrückt METRANS die Ost-West-Verkehrsströme an einem wichtigen Punkt der Eisenbahnachse EU-Ukraine. Die Anlage wird im Rahmen des neuen Joint Ventures"HHLA Eurobridge Batiovo" betrieben, einer Partnerschaft zwischen der HHLA International GmbH und der ukrainischen Investmentgruppe Fortior Capital.
METRANS plant, den Terminal bis zum 4. Quartal 2025 voll in Betrieb zu nehmen. Der Standort wird derzeit von einem Massengut-Terminal zu einem intermodalen Knotenpunkt für den Umschlag von Containern, Getreide und Stückgut umgebaut. Nach der Inbetriebnahme sollen dort jährlich bis zu 100.000 TEU umgeschlagen werden. Zur Ausrüstung gehören zwei gummibereifte Portalkräne und ein zweispuriger Gleisanschluss für Container- und Schüttgutzüge.
Terminalkapazitäten und intermodale Einrichtung
Die Infrastruktur umfasst vier Gleise für den Containerverkehr - zwei für jede Spurweite (Standard: 900 m, Breitspur: 910 m) - und weitere vier Gleise für den Massengutumschlag (je 880 m). Das Terminal hat eine Fläche von 69.000 m² und ist als Umschlag- und Austauschpunkt zwischen dem ukrainischen und dem europäischen Schienensystem konzipiert.
Mit dieser Erweiterung stärkt METRANS sein Netz von 20 Binnenterminals in ganz Europa und verbindet die Schwarzmeerregion besser mit wichtigen Logistikkorridoren, die zu den Häfen an der Nord- und Ostsee führen. Es wird erwartet, dass die Integration von Batiovo die Routing-Optionen für Containerfracht zwischen der Ukraine und Mitteleuropa erhöhen wird, einschließlich neuer Dienstleistungsmöglichkeiten über die Slowakei und Ungarn.
Batiovo ist so positioniert, dass es zu einem Durchgangspunkt sowohl für Import- als auch für Exportvolumen wird, die einen Umschlag zwischen den beiden Bahnsystemen erfordern. Die Aufnahme des Standorts in das METRANS-Portfolio entspricht dem Modell des Betreibers, der schienenintegrierte Terminals anbietet, die konsistente Logistikströme im Binnenland zwischen großen Hafenknotenpunkten und Zielen im Hinterland ermöglichen.
Mit der geplanten Inbetriebnahme Ende 2025 wird das Terminal auf die bestehenden METRANS-Fahrpläne abgestimmt und kann direkt in die intermodalen Dienste von METRANS auf dem gesamten Kontinent eingebunden werden.