Das Dokument wird als Teilstrategie der nationalen "Mobility Vision 2050" vorgestellt und soll den Ansatz der Regierung für die Güterlogistik im Schienennetz in den nächsten 25 Jahren definieren.
In der Vision werden fünf Schlüsselprioritäten festgelegt:
- Ein zuverlässiges Schienengüterverkehrsnetz.
- Reibungsloser Betrieb auf (internationalen) Güterverkehrskorridoren.
- Effiziente Abwicklung von Vorgängen auf der ersten und letzten Meile.
- Optimale Nutzung der Betuweroute.
- Ein sicheres, nachhaltiges und gesundes Lebensumfeld.
Die Regierung plant, bis 2050 den multimodalen Güterverkehr zu fördern, d. h. den Schienenverkehr und die Binnenschifffahrt für lange Strecken und den Straßenverkehr hauptsächlich für den Vor- und Nachlauf. Die Vision wird in mehreren Phasen umgesetzt, beginnend mit einem konkreten Aktionsplan für 2026-2030, der messbare Ziele, spezifische Maßnahmen und festgelegte Zuständigkeiten umfasst. Die Entscheidungen über das Anspruchsniveau und die damit verbundene Finanzierung werden jedoch den künftigen Kabinetten überlassen.
Das Dokument geht auch auf mehrere frühere Anträge und parlamentarische Verpflichtungen ein, unter anderem auf die Zukunft des Rangierbahnhofs Kijfhoek. Für Kijfhoek sind 30 Millionen Euro aus dem Impulsprogramm Goederenvervoer" (Ankurbelungsprogramm für den Güterverkehr) in Höhe von 79 Millionen Euro vorgesehen. Diese Mittel werden die Fortsetzung des Wagenladungsverkehrs unterstützen und ProRail helfen, wettbewerbsfähige Rangiertarife aufrechtzuerhalten, um dem Risiko entgegenzuwirken, dass diese Dienste aus dem niederländischen Eisenbahnsystem verschwinden.
Darüber hinaus wird in dem Schreiben die Möglichkeit der Übertragung von Industriegleisen (industriespoor) von ProRail auf private Betreiber angesprochen. In den Niederlanden gibt es rund 2.500 km solcher Gleise, die aus Nebenstrecken, Be- und Entladestellen sowie Rangierbereichen bestehen. Obwohl ProRail die Politik für die Behandlung solcher Übertragungen beibehält, bleibt der aktuelle Rahmen nach den Konsultationen unverändert. Private Parteien können weiterhin Anträge auf Übernahme von Infrastrukturen stellen, die auf der Grundlage des öffentlichen Nutzens, der strategischen Relevanz und der technischen Verflechtung geprüft werden.
Das Ministerium bestätigt, dass die beratende Plattform für Schienengüterverkehr und Umwelt die Richtung der Vision weitgehend unterstützt und mehr Investitionen zur Erreichung ihrer Ziele fordert. Die nächsten Schritte umfassen die Ausarbeitung einer detaillierten Umsetzungsagenda in Abstimmung mit den Beteiligten.