Coop hat im Zürcher Hardfeldquartier eine neue S-Bahn-Logistikdrehscheibe in Betrieb genommen. Von dort aus werden über 70 Filialen in der Stadt per Bahn beliefert, wobei die Waren vom Verteilzentrum in Schafisheim aus transportiert werden.
Das Konzept basiert auf der Kombination von Ferntransporten auf der Schiene und Kurzstreckenlieferungen auf der Straße. Die letzten Lieferungen innerhalb der Stadt werden weiterhin per Lkw erfolgen, wobei für die letzte Meile neuere, emissionsärmere Fahrzeuge eingesetzt werden sollen.
Coop betreibt ein eigenes Schienenlogistikunternehmen, railCare, das bereits einen großen Teil der nationalen Lieferkette auf der Schiene abwickelt. Es verfügt über sieben eigene Siemens Vectron-Lokomotiven und eine von ELP geleaste leistungsstarke Stadler Euro9000-Lokomotive.
Nach Angaben des Unternehmens wird das neue Drehkreuz die bestehende intermodale Struktur unterstützen, die den Rücktransport von leeren Behältern und wiederverwertbaren Abfällen von den Geschäften zurück zum Vertriebszentrum umfasst.
Es wird erwartet, dass die Verlagerung auf die Schiene die Emissionen im Vergleich zu reinen Straßenlieferungen um 80 Prozent reduziert und gleichzeitig den Straßenverkehr entlastet. Das Unternehmen gibt an, dass die Zeitersparnis durch geringere Staus auf wichtigen Strecken zwischen Schafisheim und dem Zentrum von Zürich jährlich bis zu 8.100 Stunden betragen könnte.
Das Zentrum in Zürich ist Teil des umfassenderen Ziels von Coop, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.