Rail Cargo Group startet regelmäßigen Bahnverkehr für neuen Gips-Recyclingkreislauf in Österreich

Rail Cargo Group startet regelmäßigen Bahnverkehr für neuen Gips-Recyclingkreislauf in Österreich
© Saubermacher
Durch die Schließung der Lücke zwischen Verarbeitung und Produktion bringt der neue Gipskreislauf einen zusätzlichen Fernverkehr auf der Schiene in die Baustofflieferkette ein und unterstützt die Umstellung von der Abfallbeseitigung auf die stoffliche Verwertung in der österreichischen Bauwirtschaft.

Die Umstellung auf die Gipsrecyclingpflicht in Österreich bringt für die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) neue Transportströme: Ab 1. Jänner 2026 dürfen Gipsabfälle in Österreich nicht mehr deponiert werden, weshalb in Stockerau eine eigene Recyclinganlage gebaut und in Betrieb genommen wurde. Die Schiene ist nun das Bindeglied zwischen der Bauschuttsammlung und der neuen Gipsplattenproduktion.

Die Anlage in Stockerau, die von der GzG Gipsrecycling - einem Gemeinschaftsunternehmen von PORR, Saint-Gobain und Saubermacher - betrieben wird, hat Mitte 2025 die Verarbeitung von Gipsabfällen aufgenommen. Es ist die erste Anlage Österreichs, die Gipsabfälle wieder in verwertbares Rezyklat umwandeln kann. Die Anlage hat eine Jahreskapazität von 60.000 Tonnen und verfügt über einen eigenen Gleisanschluss für den Abtransport.

© Rail Cargo Austria
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Nach der Aufbereitung wird der recycelte Gips in Einzelwaggons verladen und von RCG zum Gipsplattenwerk von Saint-Gobain in Bad Aussee transportiert. Dort wird das Material mit abgebautem Gips für die Produktion neuer Platten gemischt. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen können bis zu 40 % des recycelten Gipses in neue Produkte eingearbeitet werden, wodurch der Einsatz von Primärrohstoffen verringert wird.

Die Logistikkette stützt sich auf die Schiene, um die Recyclinglinie in Stockerau mit dem Produktionsstandort in der Steiermark zu verbinden. Der Gleisanschluss am Werk ermöglicht eine direkte Verladung, wodurch zusätzliche Lkw-Transfers vermieden werden. Für den Schienengüterverkehr bedeutet der neue Strom einen stabilen Fluss von Mineralstofftransporten in Verbindung mit dem bevorstehenden Deponieverbot in Österreich und der Anfang 2025 in Kraft getretenen Recyclinggipsverordnung.


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