UNIFE fordert einen EU-Verkehrsfonds in Höhe von 100 Mrd. Euro

UNIFE fordert einen EU-Verkehrsfonds in Höhe von 100 Mrd. Euro
@ European Union
Die UNIFE fordert Irland nachdrücklich auf, seine EU-Ratspräsidentschaft zu nutzen, um im EU-Haushalt für den Zeitraum 2028–2034 mindestens 100 Milliarden Euro für die Fazilität „Connecting Europe“ zu sichern.

Der aktuelle Vorschlag der Europäischen Kommission sieht für den Zeitraum 2028–2034 Mittel in Höhe von 51,5 Milliarden Euro für die Fazilität „Connecting Europe“ vor, wobei nur ein Teil dieser Mittel für Eisenbahnprojekte zur Verfügung steht.

Der europäische Verband der Eisenbahnzulieferindustrie, UNIFE, plädiert dafür, den Fonds auf mindestens 100 Milliarden Euro aufzustocken, um den Schienenverkehr (Schwer- und Leichtbahn) sowie andere Verkehrsinfrastrukturen in ganz Europa zu fördern.

Sie fordert die irische Regierung auf, sich bei den Verhandlungen über den nächsten EU-Haushalt für eine höhere Mittelzuweisung einzusetzen. Durch den bevorstehenden irischen Vorsitz im Rat der EU würde das Land zudem eine Rolle bei den Diskussionen über die Reform des öffentlichen Beschaffungswesens und die Regulierung des Schienenverkehrs spielen.

„Es ist ermutigend zu sehen, dass das Metrolink-Projekt in Gang gekommen ist, aber das ist erst der Anfang. Irland benötigt deutlich mehr EU-Mittel, um seine Eisenbahnpläne umzusetzen“, sagte Enno Wiebe, Generaldirektor der UNIFE.

Irlands Strategie zur Priorisierung von Eisenbahnprojekten bis 2025 umfasst Investitionen in Signalanlagen, Gleise, Bahnübergänge und Rollmaterial mit dem Ziel, die Taktfrequenz zu erhöhen und den Zugang zum Schienennetz zu erweitern.

Nach Angaben der UNIFE könnte die Umsetzung der Strategie dazu führen, dass weitere 700.000 Menschen im Umkreis von fünf Kilometern um einen Bahnhof leben – ein Anstieg um rund 25 %.

Der Verband wies zudem auf Verkehrsstaus in Dublin, Cork und Galway hin und argumentierte, dass die Investitionen in den Schienenverkehr über das Metrolink-Projekt in Dublin hinausgehen müssten.

„Mit einer Investition von mindestens 100 Milliarden Euro im nächsten EU-Haushalt für die Fazilität ‚Connecting Europe‘ könnten mehr Mittel zur Unterstützung einer Reihe von Eisenbahn- und Straßenbahnprojekten in ganz Irland zur Verfügung stehen“, sagte Wiebe.

Die UNIFE fordert zudem Änderungen an den EU-Vorschriften für das öffentliche Beschaffungswesen sowie eine Verringerung des Verwaltungsaufwands für Zulieferer der Bahnbranche. Sie erklärte, Irland könne während seiner Ratspräsidentschaft dazu beitragen, sowohl die Reform des Beschaffungswesens als auch die Überarbeitung der Verordnung über die Eisenbahnagentur der Europäischen Union voranzutreiben.


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