Der Abschnitt H53 Pfons-Brenner des Brenner-Basistunnels hat in der Baustelle Steinach am Brenner mit dem Einbau der ersten Tunnelsegmente begonnen.
Aufgrund von Platzmangel am Standort H53 war die Herstellung dieser Segmente vor Ort nicht möglich. Stattdessen werden die Segmente von der Firma Max Bögl in Sengenthal, Bayern, hergestellt. Insgesamt werden mehr als 54.000 Tübbinge produziert, die alle mit der Bahn zur Baustelle transportiert werden, wobei die Rail Cargo Group die gesamte Strecke bis zur Baustelle übernimmt. Auf diese Weise wird der Bedarf an Straßentransporten minimiert und die Umweltbelastung verringert.
Diese Segmente werden von zwei Tunnelbohrmaschinen (TBM), Wilma und Olga, eingebaut, die im September 2024 mit dem Vortrieb beginnen sollen. Jede Maschine wird etwa 7,5 Kilometer nach Norden vortreiben.
Der Abschnitt H53 ist ein bedeutender Teil des Brenner-Basistunnel-Projekts und das größte Baulos im österreichischen Teil des Tunnels. Er spielt eine wichtige Rolle bei der Verbindung von Österreich und Italien durch eine der längsten unterirdischen Eisenbahnen der Welt.
Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Zusammenbau der TBM. Die laufende Anlieferung der Segmente per Bahn ist eine logistische Schlüsselaufgabe, bei der 530.000 Tonnen Material transportiert werden.
Im weiteren Verlauf des Projekts werden diese Segmente eine wichtige Rolle bei der Herstellung der Tunnelstruktur spielen und den Weg für die Hauptvortriebsarbeiten ebnen, die im Laufe dieses Jahres beginnen sollen.