Eine Woche vor Abschluss der Generalinstandsetzung der Riedbahn zwischen Frankfurt/Main und Mannheim hat die Deutsche Bahn alle Bauarbeiten abgeschlossen: Neben Gleisen, Weichen, Signalen, Lärmschutzwänden und Fahrdraht sind auch die Oberleitungen und alle Bahnsteige fertiggestellt.
Die Abnahme und der Wiederanschluss der Oberleitung haben bereits stattgefunden, ebenso wie die letzten Messungen und die Abnahme des Oberbaus. In dieser Woche werden auch die Telekommunikations- und Elektroanlagen abgenommen und die Stationen in Betrieb genommen. Außerdem werden Last- und Testläufe durchgeführt. T
Zur Wiedereröffnung des Fernverkehrs verkehren alle Züge auf der Riedbahnstrecke nach Fahrplan. Insgesamt können mehr als 95 Prozent der Kunden ab dem 15. Dezember wieder die Züge der Riedbahn im Fern- und Regionalverkehr nutzen.
Der erste planmäßige Zug, der in der Nacht zum 15. Dezember über die Gleise fährt, wird ein Güterzug sein. Um einen stabilen Betrieb zu gewährleisten und um eventuell noch notwendige kleinere Korrekturen und Restarbeiten durchzuführen, wird die Anzahl der Güterzüge auf der Riedbahn schrittweise bis zum 23. Dezember auf die volle Kapazität erhöht. Die Versorgung der Unternehmen entlang der Strecke erfolgt bereits jetzt direkt über die neuen Gleise.
Die Riedbahn ist eine der meistbefahrenen Strecken in Deutschland. Die zu alte, zu störanfällige und zu volle Infrastruktur der Strecke hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass sich Störungen auf der Riedbahn auf das gesamte Netz ausgeweitet haben. Deshalb hat die Deutsche Bahn die Strecke in den vergangenen fünf Monaten komplett erneuert. Im Rahmen der Generalüberholung sollen bis 2027 insgesamt 1.500 Kilometer Gleis im hochbelasteten Netz nach diesem Modell erneuert und modernisiert werden.
Die Generalüberholung ist nach Angaben der DB ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtprogramms S3, mit dem die DB in den nächsten drei Jahren nicht nur die Infrastruktur, sondern auch den Betrieb und die Wirtschaftlichkeit des Konzerns erneuert.