Bane NOR hat die Vorbereitungen für den kommenden Winter abgeschlossen, seine Schneeräumungskapazität erweitert und seine Betriebsstrategie für Tage mit schwerem Wetter verfeinert.
In ganz Norwegen sind jetzt zwölf neue Hochleistungs-Schneeräummaschinen im Einsatz, die die vorhandenen Pflüge, Frässchleudern, Bürsten und Raupenreiniger ergänzen. Drei Beilhack-Maschinen wurden für die Strecken in Bergen und Nordland vorbereitet, eine vierte befindet sich in der Testphase. Diese speziell angefertigten Fahrzeuge verwenden einen Motor für die Traktion und einen weiteren für die Fräseinheit und können bis zu 14.000 Tonnen Schnee pro Stunde bewegen. Nach Angaben von Bane NOR sind diese Beilhack-Maschinen derzeit die einzigen ihrer Art in Europa.
In Ostnorwegen rechnet Bane NOR damit, dass bei Schneefall zwischen einem und zwölf schwere Schneepflüge gleichzeitig im Einsatz sein werden, unterstützt durch einen erweiterten Winterschichtplan. Zusätzliche Schneeräumgeräte, die im vergangenen Jahr eingeführt wurden, bleiben auf der Vestfold Line und der Sørlandsbanen im Einsatz.
Im Anschluss an die Evaluierung des letzten Winters wird die Organisation bei extremen Bedingungen erneut ein überarbeitetes Verkehrsmanagementverfahren anwenden. Anstatt den Verkehr einzustellen, werden die Abfahrten reduziert, während alle Strecken offen bleiben. Dieser Ansatz wurde in der vergangenen Saison in Ostnorwegen angewandt und wird derzeit mit den Bahnbetreibern weiterentwickelt. Weniger planmäßige Züge schaffen mehr Platz für die Schneeräumungsmaschinen auf der Strecke.
Weichen sind nach wie vor eines der wetteranfälligsten Elemente des Netzes. Neue Heizsysteme wurden auf Strecken in Ostnorwegen, Vestfold und an ausgewählten Orten in Südnorwegen installiert. Die Systeme ermöglichen eine Fernsteuerung und eine verbesserte Wärmeverteilung. Die digitale Überwachung dient der frühzeitigen Erkennung von Fehlern. Bei extremen Wetterverhältnissen plant Bane NOR, die Anzahl der in Betrieb befindlichen Weichen zu begrenzen und das Personal an den in Betrieb befindlichen Weichen aufzustocken.
Der Güterverkehr am Osloer Alnabru-Terminal, der für den nationalen Schienengüterverkehr von zentraler Bedeutung ist, wurde im vergangenen Winter durch die schleppende Räumung während mehrerer Tage mit starkem Schneefall beeinträchtigt. Für diese Saison hat Bane NOR einen neuen Prioritätsrahmen für die Güterabfertigung bei extremen Bedingungen eingeführt, der gemeinsam mit den Güterverkehrsunternehmen entwickelt wurde. Ziel ist es, den Zugang zum und vom Terminal so weit wie möglich aufrechtzuerhalten.
Auch auf der Sørlandsbanen wurde das Vegetationsmanagement intensiviert, um das Risiko von Verkehrsbehinderungen durch umgestürzte Bäume zu verringern. Diese Arbeiten sind Teil einer längerfristigen Anstrengung zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegen starke Winde und wechselnde Wettermuster.