Über 80 % der ersten Grundstücke für die polnische Hochgeschwindigkeitsbahn wurden erworben

Über 80 % der ersten Grundstücke für die polnische Hochgeschwindigkeitsbahn wurden erworben
© Port Polska
Laut Port Polska wurden durch freiwillige Grundstückskäufe 169 erschlossene Grundstücke erworben, die für den Bau des ersten Abschnitts der Hochgeschwindigkeitsstrecke Warschau–Łódź benötigt werden.

Das Unternehmen hat nun das Landerwerbsprogramm für den ersten Abschnitt des geplanten Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes in Y-Form abgeschlossen, das Warschau, Łódź und den künftigen nationalen Flughafen miteinander verbinden wird.

Das Programm umfasste 206 erschlossene Grundstücke, die für die neue Eisenbahnstrecke vorgesehen waren. Davon wurden 169 Grundstücke erworben, was mehr als 80 % der in Frage kommenden Grundstücke entspricht, deren Eigentümer an dem Programm teilnehmen konnten.

Die erste notarielle Urkunde im Rahmen des Programms wurde im März 2025 unterzeichnet. Das Programm konzentrierte sich in erster Linie auf bebaute Grundstücke, die für den Bau der Bahnstrecke Nr. 85 benötigt wurden, dem ersten geplanten Hochgeschwindigkeitsabschnitt zwischen Warschau und Łódź.

Was Grundstücke betrifft, die nicht freiwillig erworben wurden, so teilt das Unternehmen mit, dass die abschließenden Verfahren nun im Gange sind. Die verbleibenden Grundstücke werden entweder im Wege der Enteignung erworben oder unterliegen im Gegenzug für eine Entschädigung Nutzungsbeschränkungen. Es wird erwartet, dass die Enteignung aufgrund von Entscheidungen über die Trassenführung nur für den für das Projekt unbedingt erforderlichen Bereich gilt, was in vielen Fällen nur einen Teil eines Grundstücks betreffen dürfte.

Das Modell des freiwilligen Erwerbs bot den Eigentümern zwei Hauptoptionen. Die erste basierte auf Wiederbeschaffungswerten, ohne die Abnutzung der Immobilien zu berücksichtigen. Die zweite sah Bewertungszuschläge von 20 % für unbebaute Grundstücke und von 40 % für Gebäude, Bauten und sonstige Bestandteile vor, darunter Wohnhäuser, landwirtschaftliche Gebäude und Kulturpflanzen.

Den betroffenen Eigentümern standen zudem weitere Unterstützungsmaßnahmen zur Verfügung, darunter praktische Hilfe bei der Umsiedlung, Entschädigungen für den Verlust der Kreditwürdigkeit sowie Rentenzahlungen für Personen, die ihre landwirtschaftliche Tätigkeit aufgeben.

Port Polska plant, ähnliche freiwillige Rückkaufprogramme für weitere Abschnitte der „Y“-Linie zu starten, darunter Łódź–Wrocław und Sieradz–Poznań. Der Zeitpunkt hängt von den entsprechenden behördlichen Genehmigungen ab.

Die Planungsarbeiten für den 140 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsabschnitt Warschau–Łódź stehen nun kurz vor dem Abschluss. Das Unternehmen hat bereits wettbewerbliche Dialogverfahren für den 13 Kilometer langen Abschnitt Kotowice–Flughafen-Knotenpunkt und den 14,3 Kilometer langen Abschnitt Flughafen–Bolimów-Knotenpunkt eingeleitet; weitere Ausschreibungen werden im Laufe dieses Jahres erwartet.

Der Abschnitt Warschau–Łódź, dessen Planung im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe“ von der EU gefördert wurde, soll Ende 2032 zusammen mit dem neuen Flughafen in Betrieb genommen werden.


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