Zur Enthüllung gehört auch ein maßstabsgetreues Modell eines Waggons, das das vorläufige Innenraumkonzept für die Fahrgäste widerspiegeln soll. Diese Ausstellung ist Teil der umfassenderen Feierlichkeiten mit dem Titel "The Greatest Gathering", die historische und zeitgenössische Eisenbahnausstellungen zusammenführt.
Das Design der Baureihe 895 ist das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses unter der Leitung von HS2 Ltd, dem künftigen Betreiber West Coast Partnership Development (WCPD) und Hitachi-Alstom High Speed, dem Gemeinschaftsunternehmen, das die Züge baut. Nach Angaben der beteiligten Organisationen flossen in die Entwicklung Beiträge von zwanzig speziellen Nutzergruppen und einem Verbraucherpanel mit über 500 Teilnehmern ein, die die Spezifikationen für die Zugänglichkeit und den Service an Bord der Züge prägten.
Zu den bemerkenswerten Merkmalen gehören ein größerer Sitzabstand im Vergleich zu den derzeitigen Zügen der Standardklasse im Vereinigten Königreich, neu gestaltete Ablagen über und unter den Sitzen sowie überarbeitete Toilettenanlagen mit Vorkehrungen für Familien und Nutzer von Mobilitätshilfen. Des Weiteren sind Designelemente wie horizontale Fahrradablagen und USB-C-Ladeanschlüsse Teil des vorgeschlagenen Layouts.
Die Flotte der Klasse 895 ist für den gemischten Verkehr auf der britischen Hochgeschwindigkeits- und der konventionellen Eisenbahninfrastruktur ausgelegt und wird Geschwindigkeiten von bis zu 360 km/h erreichen. Die Züge werden vollelektrisch sein.
Der Auftrag für die Lieferung der Flotte wurde im Jahr 2021 an Hitachi-Alstom High Speed vergeben und hat einen Wert von rund 2 Mrd. GBP (ca. 2,36 Mrd. EUR). Die Produktion wird auf drei Standorte aufgeteilt: Crewe wird die Drehgestelle herstellen, County Durham wird das Schweißen der Rohkarosserie und die elektrische Integration übernehmen, während Derby den Innenausbau vornehmen wird. Die Wartung wird im neuen Depot Washwood Heath in Birmingham durchgeführt.
Der Zeitplan für die Herstellung der Züge ist abhängig von den laufenden Planungsarbeiten und der Neuausrichtung des Gesamtprojekts unter der Leitung von Mark Wild, dem Geschäftsführer von HS2 Ltd.