Die Westbahn hat den kommerziellen Fernverkehr auf der neuen Südstrecke in Österreich aufgenommen, die Wien, Graz, Klagenfurt und Villach über den Koralmtunnel verbindet.
Die Einführung folgt auf die Eröffnung der Koralmbahn, die Teil der modernisierten Nord-Süd-Achse in Österreich ist. Die Westbahn betreibt die Verbindungen auf Basis des offenen Netzzugangs und auf eigenes kommerzielles Risiko.
SMILE-Hochgeschwindigkeits-Triebzüge gehen in Österreich in Betrieb
Die Westbahn führt für diese Strecke neue, in Europa gebaute Stadler SMILE Hochgeschwindigkeits-Triebzüge ein. Die Züge sind für den Fernverkehr mit hoher Kapazität ausgelegt und verfügen über Barrierefreiheit und energieeffiziente Antriebssysteme.
Die Koralmbahn verbindet Wien und Graz über den 33 km langen Koralmtunnel mit Klagenfurt und Villach, verkürzt die Fahrzeiten zwischen der Steiermark und Kärnten und bindet die südlichen Regionen enger an die Hauptstadt an.
Offener Wettbewerb auf der Südlinie
Mit dem Markteintritt der Westbahn können Fahrgäste auf der Strecke Wien–Graz–Klagenfurt–Villach nun zwischen konkurrierenden Fernverkehrsunternehmen wählen. Die Westbahn hat zusätzliche Frequenzen und marktgerechte Tarife auf dieser Strecke angekündigt.
Die ÖBB betreibt weiterhin Fernverkehrsdienste auf derselben Strecke im Rahmen direkt vergebener öffentlicher Dienstleistungsverträge. Diese Dienste werden durch öffentliche Ausgleichsmechanismen finanziert, während die Westbahn ohne Betriebszuschüsse arbeitet.
Der Korridor kombiniert somit durch öffentliche Investitionen finanzierte Infrastruktur mit dem parallelen Betrieb durch einen staatlichen etablierten Betreiber im Rahmen öffentlicher Dienstleistungsverträge und einen privaten Betreiber auf kommerzieller Open-Access-Basis.