Die ÖBB Rail Cargo Group hat nach 16-monatiger Bauzeit ihren modernisierten Terminal für den kombinierten Verkehr in Přerov-Horní Moštěnice in der Tschechischen Republik eröffnet.
Das Terminalgelände wurde um rund 17.100 m² erweitert, um Kapazitätsengpässe am Standort zu beheben, darunter beengte Umschlagbereiche und eingeschränkter Zugang zu einigen Gleisen. Die Modernisierung umfasste erweiterte Umschlag- und Lagerflächen, einen verbesserten Gleiszugang sowie neue Umschlagtechnik.
Das Terminal verfügt nun über eine Kapazität von rund 3.000 TEU. Laut der ÖBB Rail Cargo Group wird die Modernisierung eine höhere Abfertigungsqualität, eine höhere Zugfrequenz und mehr operative Flexibilität für die Frachtkunden ermöglichen.
Das Terminal in Přerov dient als Verteilzentrum in Mittelmähren mit Anbindungen an das Schienen- und Straßennetz. Die ÖBB Rail Cargo Group plant, Bahnverbindungen von Přerov zu den Häfen von Koper und Rijeka auszubauen, intermodale Routen in Mitteleuropa zu stärken und das Terminal über Budapest in die eurasischen Bahnverbindungen zu integrieren.
Der erweiterte Bereich ermöglicht zudem den Umschlag von Sattelaufliegern. Dies stärkt die Rolle des Terminals im kombinierten Verkehr, bei dem Straßentransporteinheiten für den Fernverkehr auf die Schiene verladen werden.
Der Standort Přerov-Horní Moštěnice geht auf den ehemaligen ČSKD-INTRANS-Terminal aus den 1970er Jahren zurück. Zu Zeiten der Tschechoslowakischen Eisenbahnen (ČSD) war er einer der wichtigsten Knotenpunkte für den tschechoslowakischen Kombinierten Verkehr.