Der französische Betreiber SNCF Voyageurs hat CAF einen Auftrag über die Lieferung von 22 Intercités-Zügen der Marke Oxygène erteilt. Diese Züge werden auf der Strecke Bordeaux-Marseille eingesetzt. Sie kommen zu den 28 Zügen hinzu, die bereits für die Strecken Paris-Limoges-Toulouse und Paris-Clermont-Ferrand im Jahr 2019 unter Vertrag sind. Der ursprüngliche Vertrag für die Oxygène-Züge enthielt eine Option auf die Lieferung von bis zu 75 zusätzlichen Zügen.
Dieser neue Auftrag über 22 weitere Züge hat einen Gesamtwert von über 400 Millionen Euro. Die Züge werden vollständig in den CAF-Werken im Elsass gebaut, wo die meisten der 28 Züge aus dem ersten Auftrag bereits in Produktion sind. Der Kauf neuer Fahrzeuge durch Intercités wird vom Staat finanziert, der für das TET-Netz (Trains d'Équilibre du Territoire) zuständig ist. Dieses Netz umfasst Mittel- und Langstreckenzüge, die französische Städte bedienen, die nicht durch Hochgeschwindigkeitszüge verbunden sind.
Die Züge des Intercités Oxygène haben eine Gesamtkapazität von 420 Plätzen, davon 317 in der zweiten Klasse und 103 in der ersten Klasse. Die Sitze wurden speziell für diesen Zug entwickelt. Ihre Ästhetik lehnt sich an das Design der ursprünglichen Corail-Sitze an, die vor 50 Jahren eingeführt wurden. Die Wagen sind außerdem mit LED-Leselampen, Steckdosen, USB-Anschlüssen und Highspeed-WiFi ausgestattet.
Auf der Teststrecke von Velim in der Tschechischen Republik führt die CAF derzeit eine Reihe von Tests durch. Ziel dieser Tests ist es, die Konstruktion und die Leistung des Oxygène-Zugs zu validieren, indem Beweise für den ordnungsgemäßen Betrieb des rollenden Materials gesammelt und aufgezeichnet werden, um die Einhaltung der einschlägigen nationalen und europäischen Eisenbahnanforderungen zu überprüfen. Parallel dazu wird die Serienproduktion der Züge in den Werken Beasain und Reichshoffen fortgesetzt. Ab Herbst 2025 wird eine Reihe von Zulassungstests auf dem französischen Schienennetz über einen Zeitraum von mehreren Monaten durchgeführt. Ab 2026 schließlich werden die Oxygène-Züge unter realen Bedingungen auf den vorgesehenen Strecken Paris-Clermont-Ferrand und Paris-Limoges-Toulouse getestet.