Ab Januar 2025 wird das tschechische Schienennetz auf 622 km Streckenlänge vollständig mit dem Europäischen Zugsicherungssystem (ETCS) ausgestattet sein, darunter wichtige Korridore wie Česká Třebová-Olomouc-Dluhonice-Prosenice/Přerov und Břeclav-Bohumín. Diese Abschnitte sind bereits praktisch fertig. Die letzten Vorbereitungen für das rollende Material und die Betreiber sind im Gange, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Auch die Zulieferer bereiten sich auf die Lieferung von Ersatzteilen für die bereits in Betrieb befindlichen Fahrzeuge vor.
Derzeit sind mehr als 1.400 Fahrzeuge mit dem ETCS-System ausgestattet und 3.000 Triebfahrzeugführer wurden geschult. Es wird erwartet, dass diese Zahlen bis Januar die erforderlichen Schwellenwerte von 1.500 Fahrzeugen und 4.500 geschulten Lokführern erreichen werden.
"Die Einführung des ausschließlichen ETCS-Betriebs wird die Sicherheit deutlich erhöhen, unser Eisenbahnsystem modernisieren und an europäische Standards anpassen. Auf diese Strecken entfallen über 40 % der monatlichen Eisenbahnverkehrsleistung in der Tschechischen Republik. Die Einführung von ETCS wird somit die Sicherheit eines großen Teils der Personen- und Güterzüge in unserem Netz erhöhen", sagte Verkehrsminister Martin Kupka.
Die Vorbereitungen für die Einführung von ETCS schreiten auf allen Ebenen voran, einschließlich der Schulung des Personals, der Umrüstung der Fahrzeuge und der technischen Tests auf den Strecken. Seit August wurden 200 zusätzliche Fahrzeuge mit dem System ausgestattet, während die Zahl der Teilnehmer an Fahrerschulungen im gleichen Zeitraum um 1.100 gestiegen ist. Auf stark frequentierten Strecken wie Brünn-Břeclav, wo mehr als die Hälfte der Züge mit ETCS gesteuert werden, ist ETCS bereits in Betrieb.
Das tschechische Schienennetz wird im Jahr 2025 mit Rekordinvestitionen rechnen können. Die Eisenbahnverwaltung wird 62,7 Mrd. CZK für die Erneuerung von Strecken und Bahnhöfen bereitstellen, fast 1 Mrd. CZK mehr als in diesem Jahr. Davon entfallen 39,3 Mrd. CZK auf Investitionen wie die Modernisierung des Knotens Česká Třebová und den Baubeginn der Hochgeschwindigkeitsstrecke Brünn-Přerov, die Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h ermöglichen wird. Auch die Vorbereitungen für weitere Hochgeschwindigkeitsstrecken sind im Gange.