Deutschland hat mit der Einführung einer neuen digitalen Plattform namens InGa-Z in intermodalen Terminals begonnen, um Verspätungen zu verringern und die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs zu verbessern. Das System wurde im Rahmen des Bundesprogramms "Zukunft des Schienengüterverkehrs" entwickelt und ist seit Juli 2025 am Terminal Philippsthal in Betrieb.
Das Projekt wird von der Protostellar GmbH, einem Gemeinschaftsunternehmen von Hitachi Rail, MT Logistics und DB Cargo, geleitet und vom Bundesverkehrsministerium finanziell unterstützt. Die Plattform digitalisiert die Containerabfertigung, automatisiert die Auftragsabwicklung und liefert Status-Updates in Echtzeit. Zu den berichteten Ergebnissen gehören die Verringerung der Abfertigungszeit in den Terminals um 50 %, die Reduzierung der manuellen Dateneingabe um 70 % und die Ermöglichung einer zusätzlichen Ladeeinheit pro Zug, was einen jährlichen Umsatz von bis zu 25 Millionen Euro bedeutet.
"Mit InGa-Z beweisen wir, dass die Digitalisierung nicht nur theoretisch möglich ist, sondern auch tatsächlich Ergebnisse liefert: schnellere, präzisere und transparentere Prozesse", sagt Yves Sterbak, Direktor bei Hitachi Rail und Geschäftsführer der Protostellar GmbH.
Christoph Renschler von DB Cargo ergänzt: "Unser Ziel ist klar: Um den Marktanteil der Schiene im Güterverkehr zu erhöhen, brauchen wir keine weiteren Barrieren, sondern intelligente, digitale Lösungen wie InGa-Z."
Nach Angaben der Entwickler haben bereits mehrere andere Terminals ihr Interesse an der Übernahme des Systems bekundet, das Straßentransporteure, Spediteure und Bahnbetreiber über nahtlose digitale Schnittstellen miteinander verbindet.
Kennzahlen - InGa-Z Pilotergebnisse
- -50 % Terminal-Abfertigungszeit
- -70% manuelle Dateneingabe
- +1 Ladeeinheit pro Zug
- Potenzielle jährliche Umsatzsteigerung von mehr als 25 Millionen Euro