Die Groupe SNCF hat einen Kooperationsvertrag mit dem Schweizer Start-up-Unternehmen Sun-Ways unterzeichnet, um an einem Pilotprojekt zur Erprobung abnehmbarer Photovoltaikmodule teilzunehmen, die zwischen den Schienen einer in Betrieb befindlichen Eisenbahnstrecke installiert werden sollen, wie die Unternehmen mitteilten.
Das Projekt wird von der Direktion für Technologie, Innovation und Projekte der SNCF zusammen mit SNCF Réseau überwacht, wobei der Schwerpunkt auf den Auswirkungen von Solarinstallationen zwischen den Schienen auf die Infrastruktur und die Inspektionsaktivitäten liegt. Die Partnerschaft läuft bis zum Ende der Pilotphase im April 2028.
Die Pilotanlage von Sun-Ways wurde am 24. April 2025 auf einem 100 Meter langen Abschnitt der Linie 221 von TransN in der Nähe des Bahnhofs Buttes in Betrieb genommen. Der Standort ist ein neu gebauter Gleisabschnitt mit Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h und etwa 30 Zügen pro Tag. Die Anlage umfasst 48 Photovoltaikmodule mit einer Nennleistung von jeweils 380 W, was einer installierten Gesamtleistung von 18 kWp und einer geschätzten Jahresleistung von 16.000 kWh entspricht.
Während der dreijährigen Betriebsdauer führt Sun-Ways Tests durch, die die Installation und Demontage der Module, die Blendung, die Kompatibilität mit der Gleisinspektion, die Auswirkungen auf die Wartung, die Energie erzeugung und die Verschmutzung umfassen. Die SNCF nutzt die Daten und Betriebsrückmeldungen aus dem Schweizer Pilotprojekt, um die Eignung des Einsatzes ähnlicher Systeme im französischen Schienennetz zu bewerten.