Union Pacific trägt weiße Farbe auf Schienenabschnitte in Bereichen seines 32.000 Meilen langen Netzes auf, in denen hohe Temperaturen herrschen, um die Schienentemperaturen zu senken und das Risiko einer thermischen Verformung zu verringern.
Bei diesem Verfahren werden mithilfe eines Hochbahn-LKWs und eines Farbspritzgeräts weiße Farbe auf beide Seiten der Schiene aufgetragen. Nach Angaben von Union Pacific reflektiert die Farbe das Sonnenlicht und hat die Oberflächentemperaturen der Schienen um etwa 20 Grad gesenkt.
Eine thermische Fehlausrichtung tritt auf, wenn sich Stahlschienen bei hohen Temperaturen ausdehnen und seitliche Kräfte die Gleisanlage aus der Ausrichtung bringen. Union Pacific setzt weiterhin auf Schienenanker, Befestigungselemente sowie Wartungs- und Inspektionsmaßnahmen als wichtigste Kontrollmaßnahmen zur Bewältigung wärmebedingter Gleiszustände.
Die Eisenbahngesellschaft begann im Jahr 2025 mit dem gezielten Einsatz des Schienenmarkierungsverfahrens in Gebieten mit hohen Temperaturen. Union Pacific beschrieb diesen Ansatz als eine Kombination aus europäischen Eisenbahnpraktiken und US-amerikanischen Straßenmarkierungstechniken .
Union Pacific erklärte, die Maßnahme stelle eine zusätzliche Sicherheitsstufe im gesamten Streckennetz dar und ersetze nicht die bestehenden Verfahren zur Gleiswartung und -inspektion.