Rumänien ersetzt CFR Marfă durch neues Schienengüterverkehrsunternehmen Carpatica Feroviar

Rumänien ersetzt CFR Marfă durch neues Schienengüterverkehrsunternehmen Carpatica Feroviar
© Facebook of CFR Marfă
Das neue Unternehmen wird eine Schlüsselrolle im kommerziellen Schienengüterverkehr und in der Krisenlogistik spielen, insbesondere angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine.

Als Folge des Konkurses von CFR Marfă hat die rumänische Regierung die Gründung einer neuen staatlichen Güterbahngesellschaft, Carpatica Feroviar, angekündigt. Mit der Gründung dieses neuen Unternehmens soll der Verteidigungsbedarf Rumäniens gedeckt und eine vorrangige Mobilität gewährleistet werden, wie es in einer offiziellen Erklärung der Regierung heißt.

Die rumänische Eisenbahngesellschaft Carpatica Feroviar hat die Rolle von CFR Marfă übernommen. Dieses Unternehmen hatte einen Marktanteil von 31,2 % im Schienengüterverkehr, arbeitete aber vor der Übernahme mehrere Jahre lang mit Verlusten. Außerdem muss CFR Marfă von der Europäischen Kommission 522 Millionen Euro an staatlichen Beihilfen zurückfordern. Die rumänische Regierung hielt es jedoch für unerlässlich, ein staatliches Schienengüterverkehrsunternehmen beizubehalten, insbesondere wegen des anhaltenden Konflikts in der Ukraine.

"Der europäische Schienengüterverkehrssektor steht angesichts der aktuellen geopolitischen Lage aufgrund des militärischen Konflikts in der Schwarzmeerregion, in der der rumänische Staat über das nationale Schienengüterverkehrsunternehmen eine entscheidende Rolle bei der Sicherstellung des Schienengüterverkehrs von und nach der Ukraine spielt, unter Druck", so die rumänische Regierung in ihrer Begründung.

Carpatica Feroviar wird zwei verschiedene Arten von Tätigkeiten ausüben: strategische und kommerzielle. Ihre strategischen Aktivitäten werden darauf ausgerichtet sein, vorrangige Mobilität zu gewährleisten, insbesondere in Krisensituationen, und die internationalen Verpflichtungen Rumäniens zu erfüllen. Ihre kommerziellen Aktivitäten werden sich auf den inländischen Schienengüterverkehrsmarkt konzentrieren, der derzeit 39 Betreiber umfasst, von denen drei sowohl Personen- als auch Güterverkehrsdienste anbieten.


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