Transfesa, eine Tochtergesellschaft von DB Cargo, hat ihre Position im internationalen Schienengüterverkehr gestärkt, indem sie die zuvor von Renfe Mercancías betriebenen Normalspurdienste übernommen hat, berichtet El Mercantil. Diese Dienste verbinden Spanien durch den grenzüberschreitenden Pertús-Tunnel mit Zielen in Deutschland und darüber hinaus und festigen die Rolle von Transfesa bei der Erleichterung eines nahtlosen Güterverkehrs innerhalb des europäischen Netzes.
Neuer Betrieb in Ludwigshafen
Einer der wichtigsten von Transfesa betriebenen Dienste ist der Containerzug von Barcelona nach Ludwigshafen, der zuvor von Renfe Mercancías betrieben wurde. Der Dienst umfasst den Transport von Gütern vom Morrot-Terminal in Barcelona nach Perpignan, wobei DB Cargo die Traktion über Perpignan hinaus nach Ludwigshafen übernimmt. Die Integration von Transfesa in die europäischen Aktivitäten von DB Cargo zeigt, dass das Unternehmen in der Lage ist, grenzüberschreitende Logistik effizient zu managen.
Der Ludwigshafener Dienst ist eine von zwei Normalspurstrecken, die Transfesa derzeit betreibt. Beide Strecken profitieren vom Einsatz von Euro6000-Lokomotiven, die für den Normalspurbetrieb im Mittelmeerkorridor optimiert sind.
Wachsende Präsenz auf dem spanischen Markt
Neben dem Normalspurbetrieb hat Transfesa auch den inländischen Güterverkehr ausgebaut. Das Unternehmen betreibt nun einen Getreidezug zwischen Babilafuente und Santander, eine Strecke, die zuvor von Renfe Mercancías bedient wurde. Transfesa setzt Lokomotiven der iberischen Spurweite Euro4000 ein und bietet eine umfassende Logistiklösung, die auch rollendes Material und Trichterwagen umfasst.
Verschiebung der Marktdynamik
Der Übergang dieser Dienste auf Transfesa spiegelt die laufenden Veränderungen im spanischen Schienengüterverkehrssektor wider, wo der Wettbewerb zwischen den Betreibern zugenommen hat. Renfe Mercancías hat seine Normalspurverkehre reduziert, während andere Strecken, wie z. B. die Containerverkehre für Kombiverkehr und Hupac, ebenfalls auf andere Betreiber übergegangen sind.