Auf dem 5. Europäischen Intermodal-Gipfel, der am 22. Januar von der Internationalen Vereinigung für den Kombinierten Verkehr Schiene-Straße (UIRR) ausgerichtet wurde, trafen sich wichtige Interessenvertreter, darunter CEOs, Mitglieder des Europäischen Parlaments und Vertreter der Europäischen Kommission, um über die Zukunft des kombinierten Verkehrs und des Schienengüterverkehrs in Europa zu diskutieren.
Pierpaolo Settembri, stellvertretender Kabinettschef von Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas, betonte die Bedeutung der EU-Strategie für einen intelligenten und nachhaltigen Verkehr als Richtschnur für die Aktualisierung des TEN-V-Rahmens und der Verordnung über das Management der Eisenbahninfrastrukturkapazität. Ziel dieser Änderungen ist es, die Leistung des Schienengüterverkehrs und die Integration intermodaler Verkehrssysteme zu verbessern.
Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Überarbeitung der Richtlinie über den kombinierten Verkehr. Europäische Politiker, wie Flavio Tosi (MdEP), versprachen, die Aktualisierung der Rechtsvorschriften voranzutreiben. Die neue Kapazitätsverordnung wurde wegen ihres Potenzials hervorgehoben, grenzüberschreitende Engpässe zu beseitigen und intermodale Zugtrassen zu verbessern.
"Die UIRR-Gemeinschaft Kombinierter Verkehr unterstützt die Kapazitätsverordnung nachdrücklich in der Hoffnung, mehr und qualitativ bessere Trassen für Güterzüge zu erhalten und fordert einen raschen Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens zur Revision der Richtlinie über den Kombinierten Verkehr", sagte Ralf-Charley Schultze, UIRR-Generaldirektor.
Die auf der Konferenz vorgestellten Studien belegen die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile einer Verlagerung des Güterfernverkehrs auf den kombinierten Verkehr. Bei einer Verlagerung von 1 000 Milliarden Tonnenkilometern auf dieses System würden sich die potenziellen jährlichen Einsparungen bis 2050 auf 220 Milliarden Euro belaufen. Das Gipfeltreffen schloss mit einem Aufruf zum Handeln für die Gemeinschaft des kombinierten Verkehrs, um die wachsende Dynamik zu nutzen und sicherzustellen, dass der intermodale Güterverkehr das Rückgrat der europäischen Landfrachtlogistik wird.