Das in Frankfurt ansässige Unternehmen transportierte im Laufe des Jahres rund 780.000 Container, Wechselbehälter und Sattelauflieger, was etwa 1,5 Millionen TEU entspricht. Dies entspricht einem Rückgang von rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei die nationalen Transporte um drei Prozent auf 180.000 und die internationalen Transporte um sechs Prozent auf 600.000 zurückgingen.
Infrastrukturarbeiten beeinträchtigen den Betrieb
Das Schienengüterverkehrsaufkommen auf nationalen und internationalen Strecken wurde durch wirtschaftliche Bedingungen und Infrastrukturprojekte beeinträchtigt. Umfangreiche Bauarbeiten auf dem deutschen Schienennetz, einschließlich der längeren Schließung der Riedbahn für Korridorsanierungen, trugen zu Betriebsstörungen bei. Das Unternehmen berichtete von Zugausfällen, die zeitweise 10 bis 15 Prozent erreichten.
Mehrere wichtige Korridore waren von Infrastrukturprojekten betroffen. Die Rheintalstrecke ist derzeit gesperrt, was den Verkehr auf dem Korridor Rotterdam/Duisburg-Mortara beeinträchtigt. Auch der grenzüberschreitende Verkehr stand vor Herausforderungen, da die Bauarbeiten auf der Tauernstrecke zwischen Salzburg und Villach zu Umleitungen führten. Diese Bauarbeiten sollen zwar das Netz langfristig verbessern, führten aber zu Umleitungen, höheren Kosten und einer geringeren Frequenz der Dienste.
Neue Verbindungen und Traktionsumbau
Trotz betrieblicher Zwänge hatKombiverkehr 2024 neue Dienste eingeführt. Im März startete eine neue Strecke Rotterdam-Köln-Eifeltor mit drei wöchentlichen Hin- und Rückflügen, gefolgt von der Verbindung Antwerpen-Irun im September. Von Irun aus wurden acht wöchentliche Verbindungen nach Madrid eingeführt. Außerdem wurde zum Jahreswechsel eine Verbindung Duisburg-Hallsberg in Schweden eingerichtet. Im Januar 2025 nahm Kombiverkehr die Strecke Lübeck-Verona mit zwei wöchentlichen Hin- und Rückfahrten wieder auf, daneben gibt es eine alternative Verbindung nach Verona über Hamburg, die dreimal wöchentlich bedient wird.
Als Reaktion auf das EU-Verfahren gegen Deutschland führte Kombiverkehr außerdem ein Projekt zur Umrüstung der Traktion durch. Mitte 2024 übertrug das Unternehmen einen großen Teil seiner Transportaktivitäten auf andere Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU). Die Reorganisation, die im Februar 2025 abgeschlossen wurde, umfasste die Zusammenarbeit mit mehreren EVU und internen Teams, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Das Unternehmen verstärkte die Zusammenarbeit mit bestehenden EVUs und schloss im Rahmen dieses Prozesses neue Partnerschaften.