Das schwedische Forstunternehmen Holmen hat mit dem Schienengüterverkehrsunternehmen Protrain eine Vereinbarung über die Abwicklung eines Großteils seiner Rundholztransporte per Bahn geschlossen.
Von Piteå nach Norrköping mit dem Zug
Die Vereinbarung umfasst Dienste von neun verschiedenen Holzterminals in ganz Schweden, die Strecken von Piteå im Norden bis Norrköping im Süden abdecken. Die beiden an der Operation beteiligten Züge werden jeweils über 300 Meter lang sein und ein geschätztes Gesamttransportvolumen von rund 750.000 Kubikmetern Rundholz pro Jahr aufweisen.
Dieses Volumen entspricht der Jahreskapazität von mehr als 60 Lkw, die im Zweischichtbetrieb eingesetzt werden, wenn man die angegebenen Vergleichszahlen zugrunde legt. Die Schiene ist nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil der landgestützten Transportaktivitäten von Holmen, wobei derzeit jeder vierte Kilometer elektrifiziert ist.
Protrain deckt den Großteil des Bahnbetriebs ab
Im Rahmen dieser Vereinbarung wird Protrain eine führende Rolle im schienengestützten Transport von Holmen innerhalb Schwedens übernehmen. Während Holmen bisher mit mehreren Zugbetreibern gearbeitet hat, wird durch diese Vereinbarung ein Großteil der Bahnlogistik bei einem einzigen Anbieter zentralisiert. Die durchschnittliche Fahrstrecke für diese Holzzüge beträgt mehr als 300 Kilometer.
Holmen will einen größeren Teil seines Transportvolumens auf elektrifizierte Verkehrsträger verlagern, was mit den internen Logistikprioritäten übereinstimmt. Die neue Struktur spiegelt die laufenden Bemühungen innerhalb des Unternehmens wider, die Abhängigkeit vom Dieseltransport auf der Straße zu verringern, indem man sich auf den Transport über längere Strecken auf der Schiene konzentriert.
Es wird erwartet, dass der Dienst die Holzverladestellen von Holmen mit etwa zehn Industriekunden im ganzen Land verbinden wird. Die Aufnahme des Zugbetriebs im Rahmen der neuen Vereinbarung ist für Mitte Dezember 2025 geplant.