Erweiterung des Terminals Ulm-Dornstadt: DB beginnt mit dem Bau eines zweiten Moduls

Erweiterung des Terminals Ulm-Dornstadt: DB beginnt mit dem Bau eines zweiten Moduls
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Die Deutsche Bahn (DB) hat die Bauphase für die Erweiterung des Intermodal-Terminals Ulm-Dornstadt gestartet.

Das Projekt umfasst die Erweiterung um ein zweites Modul, mit dem die Umschlagskapazität des Terminals bis 2028 mehr als verdoppelt werden soll. Die Investition wird gemeinsam von der DB, der Bundesregierung und der Europäischen Union finanziert und beläuft sich auf rund 148 Millionen Euro (umgerechnet von den ursprünglich angegebenen 148 Millionen Euro).

Wie wird das Terminal erweitert?

Das Terminal liegt an einem zentralen transeuropäischen Korridor und dient als Drehscheibe, die den Wirtschaftsraum Ulm mit den norddeutschen Seehäfen und dem Umschlagplatz Maschen verbindet. Mit der geplanten Erweiterung soll die jährliche Umschlagskapazität von derzeit 120.000 Ladeeinheiten auf rund 300.000 Ladeeinheiten erhöht werden.

Die Anlage wird mit vier Umschlaggleisen ausgestattet, die jeweils 720 Meter lang und für die Abfertigung langer Güterzüge geeignet sind. Zusätzlich werden zwei Zugbildungsgleise und ein Umfahrungsgleis gebaut. Die Infrastruktur wird den automatisierten Betrieb durch den Einsatz von drei der insgesamt sechs automatisierten Portalkräne unterstützen. Diese Kräne werden innerhalb des neuen Moduls unbemannt betrieben werden können, unterstützt durch Fernsteuerung über Videosysteme von einer neu errichteten Betriebs- und Kontrollanlage aus.

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Einsparung von Lkw-Fahrten und CO2

Die DB schätzt, dass mit dem erweiterten Terminal jährlich 22,4 Millionen Lkw-Kilometer auf die Schiene verlagert werden können, was nach internen Berechnungen zu einer Reduzierung des Dieselverbrauchs um 6,8 Millionen Liter und einer entsprechenden CO₂-Einsparung von rund 16.790 Tonnen pro Jahr führen könnte.

Technologie und Automatisierung

Das automatisierte Abfertigungssystem umfasst Videoschleusen für die Ein- und Ausfahrt sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene und ermöglicht die digitale Erfassung von Ladeeinheiten. Es wird erwartet, dass dies die Geschwindigkeit und den Fluss der Be- und Entladevorgänge verbessern wird. Der Zugang zum Terminal wird weiterhin über den bestehenden Kreisverkehr auf der Straßenseite erfolgen.

Für den Bahnhof Beimerstetten wird eine neue elektronische Signalsteuerung eingerichtet, die den gesamten Terminalbereich Ulm-Dornstadt überwacht. Das Betriebsgebäude wird sich über zwei Etagen erstrecken und die Terminalverwaltung, die Abfertigung und die Leitsysteme beherbergen.

Finanzstruktur und EU-Beteiligung

Die Europäische Union beteiligt sich an dem Projekt mit rund 50 Millionen Euro aus dem Fonds für militärische Mobilität, der Infrastrukturprojekte unterstützt, die sowohl zivilen als auch militärischen Transportanforderungen dienen.

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Technischer Überblick

  • Umschlaggleise: 4 Gleise, jedes 720 Meter lang
  • Zugbildungsgleise und Umfahrungsgleise:2 Zugbildungsgleise, 1 Umfahrungsgleis
  • Portalkräne: 6 Einheiten, von denen 3 automatisch arbeiten werden
  • Containerumschlagspuren: 5 Containerzwischenlagerspuren, 1 Fahrspur, 1 Ladespur und 1 Rückfahrspur
  • Video-Gate-System: Installiert an den Ein- und Ausgängen der Module zur digitalen Erfassung der Fracht
  • Signalsteuerung: Neues elektronisches Stellwerk (ESTW) in Beimerstetten
  • Betriebsgebäude: Zweistöckiges Gebäude für Terminalmanagement und Automatisierungssysteme

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis 2028 andauern. Das Terminal wird während der Entwicklung des neuen Moduls in Betrieb bleiben.


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