Logistik Service (LogServ), eine Logistik-Tochter der voestalpine, setzt das MOBILER-System in Zusammenarbeit mit der ÖBB Rail Cargo Group weiterhin für den Transport von Schüttgut zwischen Österreich und Deutschland ein.
Im Rahmen dieses Logistikkonzepts wird der Stahlwerksstaub am voestalpine-Standort Linz über eine automatische Abfüllanlage mit integrierter Wägetechnik in MOBILER-Container verladen. Nach der Beladung und Verwiegung werden die Container auf Bahnwaggons für den Weitertransport durch die RCG umgeladen. Über Einzelwagenverkehre und die TransFER-Strecke Linz-Duisburg-Wels wird das Material zu den Deponien in Deutschland transportiert.
Die leeren Behälter werden dann nach Fürstenwalde umgeleitet, wo sie mit Kunststoffgranulat gefüllt werden. Das Granulat wird zurück nach Linz transportiert, wo es als Ersatz für Kohle oder Koks im Hochofenprozess eingesetzt wird. Die Jahresmengen belaufen sich auf etwa 70.000 Tonnen Stahlwerksstaub und 25.000 Tonnen Kunststoffgranulat.
Während die voestalpine über eigene Gleisanschlüsse verfügt, wird bewusst auf LKW-Segmente zurückgegriffen, um einen flexibleren Betrieb zu ermöglichen: LogServ sorgt für den Vorlauf mit MOBILER-LKWs, die RCG für die Traktion und die Waggonbereitstellung auf den grenzüberschreitenden Abschnitten.
Das MOBILER-System wird weiterhin als logistische Schnittstelle für Schüttguttransporte zwischen Schiene und Straße eingesetzt, insbesondere dort, wo der direkte Schienenzugang begrenzt ist oder konstruktionsbedingt nicht genutzt wird.