Der Mittlere Korridor, der offiziell als Transkaspische Internationale Transportroute (TITR) bekannt ist, soll bis Ende der 2020er Jahre das Drei- bis Vierfache des Frachtaufkommens bewältigen, berichtet New Silk Road Discovery.
Ein Bericht, der sich auf die Boston Consulting Group beruft, bringt das Wachstum mit den steigenden Risiken auf traditionellen Routen wie dem Suezkanal und dem nördlichen Korridor durch Russland in Verbindung. Der Mittlere Korridor, der Zentralasien über das Kaspische Meer, den Südkaukasus und die Türkei mit Europa verbindet, wird als Alternative sowohl für trockene als auch für flüssige Massengüter positioniert.
Die Zahlen von Azerbaijan Railways zeigen einen Anstieg der beförderten Menge um 6 % zwischen Januar und September 2025 auf 2,651 Millionen Tonnen. Für das gesamte Jahr wird erwartet, dass auf der Strecke 5,2 Mio. Tonnen umgeschlagen werden, davon 2,5 Mio. Tonnen Trockenfracht (rund 96.000 TEU) und 1,7 Mio. Tonnen Öl.
Im Jahr 2024 erreichte das Volumen auf dem Korridor 4,5 Millionen Tonnen, was einem Anstieg von 62 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. 2027 soll die Kapazität bis zu 10 Millionen Tonnen jährlich erreichen.
Die Route führt durch Kasachstan und Aserbaidschan über das Kaspische Meer, mit weiteren Verbindungen durch Georgien und die Türkei. Aserbaidschan gilt als zentraler Transitpunkt, der sowohl vom steigenden Durchsatz als auch von der Entwicklung der damit verbundenen Logistik- und Industriezonen profitieren könnte.