CargoBeamer hat einen neuen intermodalen Schienenverkehr zwischen Lüttich und Domodossola eröffnet, der seit letzter Woche in Betrieb ist. Diese Verbindung markiert den Eintritt des Unternehmens in den belgischen Markt und erweitert sein transalpines Portfolio nach der Einstellung des Rolling-Highway-Dienstes zwischen Deutschland und Italien Ende 2025.
Die Strecke Lüttich–Domodossola wird derzeit mit drei wöchentlichen Hin- und Rückfahrten bedient, wobei eine Erhöhung der Frequenz auf sechs wöchentliche Verbindungen bis zum zweiten Quartal 2026 geplant ist. Gleichzeitig soll der Service weiter nach Norditalien ausgebaut werden. Die Strecke ist für eine Vielzahl von Ladeeinheiten geeignet, darunter kranbare und nicht kranbare Sattelauflieger, Kühl- und ADR-Einheiten, Tankauflieger, Container, Wechselaufbauten und Spezialausrüstung. Die Bahntraktion wird von BLS Cargo bereitgestellt, der Terminalbetrieb wird vom Liège Logistics Intermodal Terminal und dem DB Cargo Transa / FLS Terminal in Domodossola abgewickelt.
Die Einführung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich der intermodale Sektor auf die reduzierte Kapazität für nicht kranbare Anhänger beim Alpenüberqueren nach dem Ende der begleiteten rollenden Autobahndienste einstellt. CargoBeamer positioniert die neue Strecke als unbegleitete, skalierbare Alternative auf dem Rhein-Mittelmeer-Korridor. Mit der Aufnahme von Lüttich–Domodossola in sein Netz betreibt der Betreiber nun drei transalpine Verbindungen und mehr als 50 wöchentliche Züge in der Alpenregion. Nach Angaben des Unternehmens kann jede mit dem neuen Service beförderte Ladung die CO₂-Emissionen im Vergleich zum Diesel-Straßentransport um rund 86 % reduzieren.