Neue Eisenbahnkorridore zielen auf Mitteleuropa ab

Neue Eisenbahnkorridore zielen auf Mitteleuropa ab
© Laude Smart Intermodal
Laude Smart Intermodal baut die Bahnverbindungen von Duisburg nach Mitteleuropa aus; weitere Ausweitungen in Richtung Italien, Ukraine und Türkei sind geplant.

Laude Smart Intermodal baut sein Schienennetz ab Duisburg aus, stärkt damit die intermodalen Verbindungen in Mittel- und Osteuropa und macht die Schiene zum Kernstück seines Logistikmodells.

Ab April plant der polnische Betreiber die Aufnahme regelmäßiger Verbindungen zwischen Duisburg und Süd- sowie Zentralpolen; ein weiterer Schritt zielt auf einen neuen intermodalen Korridor ab, der Warschau und Schlesien mit Norditalien verbindet. Beide Strecken sind skalierbar konzipiert, sodass Erweiterungen in Richtung Ukraine und Türkei möglich sind.

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Aus Sicht des Schienengüterverkehrs unterstreicht diese Entwicklung die wachsende Bedeutung der Achse Ruhrgebiet–Mitteleuropa, insbesondere für den Transport von Industriegütern, Schüttgut und Stahlprodukten. Laude betreibt bereits Verbindungen für den Transport von Stahlcoils und anderen Gütern auf den Korridoren, die Deutschland, die Benelux-Länder, Tschechien und Polen miteinander verbinden.

Das Modell basiert auf der Schiene als Rückgrat und wird durch firmeneigene Lösungen für die „letzte Meile“ ergänzt. Wo die Schiene nicht direkt hinkommt, setzt Laude eine eigene Lkw-Flotte ein, um Terminals mit den Endzielen zu verbinden, und ermöglicht so Tür-zu-Tür-Dienstleistungen, ohne die Rolle der Schiene im Fernverkehr zu beeinträchtigen.

Die betriebliche Flexibilität wird zusätzlich durch Spezialausrüstung unterstützt, darunter Container für Schüttgut und schwere Stahlprodukte, die eine Umschlagabwicklung von mehreren Seiten ermöglichen und es der Schiene gestatten, hinsichtlich ihrer Vielseitigkeit direkter mit dem Straßenverkehr zu konkurrieren.

© Laude Smart Intermodal
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Die intermodalen Aktivitäten von Laude stützen sich auf eigene Terminals in Sosnowiec und Zamość nahe der ukrainischen Grenze sowie auf Partnerterminals wie beispielsweise in Duisburg. Diese Positionierung unterstreicht die Ausrichtung des Unternehmens auf Ost-West-Verkehrsströme, insbesondere im Zusammenhang mit der Ukraine, wo das Unternehmen einen bedeutenden Anteil am intermodalen Verkehr hält.

Im europäischen Schienengüterverkehr verdeutlicht dieser Ausbau einen allgemeinen Trend hin zu integrierten intermodalen Lösungen, bei denen Schienenkorridore zunehmend über die EU-Grenzen hinaus erweitert und mit flexiblen First- und Last-Mile-Diensten kombiniert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit in komplexen Lieferketten zu sichern.

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