Der neue Terminal von DB Cargo Polska soll nach seiner Inbetriebnahme jährlich rund 4.000 Waggons umschlagen. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2025 geplant.
Zur Infrastruktur des Terminals gehört eine 7.100 m² große Halle, die mit zwei Kränen mit einer Tragfähigkeit von 35 und 47 Tonnen ausgestattet ist. Sie werden Stahlcoils mit einem Durchmesser von bis zu 2.700 mm, einer Breite von 2.300 mm und einem Gewicht von bis zu 42 Tonnen umschlagen. Die Anlage ist so konzipiert, dass die gelagerten Produkte von äußeren Einflüssen abgeschirmt sind. Geplant sind zwei eigene Gleise für die Be- und Entladung sowie ein Manövrier- und Lagerbereich. Die Anlage ist für den Verkehr von Waggon zu Lager, vom Lager zum Lkw und vom Lkw zum Waggon vorgesehen.
Die neue Anlage befindet sich im HUB Sławięcice am Anschlussgleis von DB Cargo Spedkol und verfügt über einen Gleisanschluss von rund 50 km Länge. In der Nähe werden eine Gleiswaage und eine LKW-Waage zur Verfügung stehen. Der Standort ist an das TEN-T-Netz angeschlossen, das Oberschlesien mit Zugverbindungen in den Süden, Norden und Westen Europas verbindet. Die Nähe zu den Autobahnen A4 und A1 sowie zu mehreren Bundesstraßen dürfte den effizienten straßengebundenen Güterverkehr in der Region Oberschlesien unterstützen.
Die Bauarbeiten begannen im Jahr 2023. Das Projekt sieht Maßnahmen zur Verringerung der Umweltauswirkungen vor, indem energiesparende Systeme und eine ökologische Heizlösung eingesetzt werden. Durch die Lage in einem Industriegebiet werden die Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung voraussichtlich begrenzt bleiben. DB Cargo Spedkol, ein Mitglied der DB Cargo Polska Gruppe, leitet das Projekt, wobei ein Konsortium aus Infra SILESIA SA, Polimex Mostostal SA und Polimex Infrastruktura SA als Generalunternehmer fungiert.
Nach seiner Fertigstellung soll das Terminal als Drehscheibe für die Logistik von Stahlprodukten fungieren. Durch die Anbindung an die etablierten Zugverbindungen in Schlesien, Masowien und Mähren soll die Region besser in die europäischen Lieferketten integriert werden. Nach Angaben des Unternehmens zielt der Umzug auch darauf ab, die begrenzte Anzahl von Zugangspunkten für den Schienengüterverkehr zu verringern, indem ein zusätzliches Terminal in einem Gebiet bereitgestellt wird, in dem solche Einrichtungen noch relativ rar sind.