Polen hat seine Grenze zu Belarus über Nacht vollständig geschlossen

Polen hat seine Grenze zu Belarus über Nacht vollständig geschlossen
© belta.by
Seit heute Nacht um Mitternacht dürfen keine Züge, Busse und Autos mehr die polnisch-weißrussische Grenze passieren. Die Polen haben Stacheldraht über die Grenze gespannt.

Dazu gehören die vier Bahngrenzübergänge Grodno-Kuznica Białostocka, Berestovitsa-Zubki Białostockie, Svisloch-Siemianówka und Brest-Terespol sowie die beiden Pkw-Grenzübergänge Brest-Terespol und Kozlovichi-Kukuryki.

Diese Entscheidung wurde von den polnischen Behörden im Zusammenhang mit der russisch-weißrussischen Militärübung "Zapad" (Geopolitischer Westen) getroffen.

Einem Bericht auf der Website des polnischen Fernsehsenders TVP zufolge gab Innenminister Marcin Kierwiński während einer mitternächtlichen Pressekonferenz in der östlichen Grenzstadt Terespol (Polen) bekannt, dass die Grenze geschlossen und der gesamte Personen- und Warenverkehr ausgesetzt worden sei.

Kierwiński sagte: "Der Verkehr wird wieder aufgenommen, aber erst, wenn wir sicher sind, dass die Polen in Sicherheit sind und wir nicht durch irgendwelche Provokationen oder aggressives Verhalten bedroht werden." Die Entscheidung, die Grenzübergänge zu schließen, ist eine Entscheidung ohne zeitliche Begrenzung, eine Entscheidung bis auf weiteres", zitierte TVP den polnischen Innenminister mit den Worten.

Nach Angaben der belarussischen Nachrichtenagentur Belta haben polnische Grenzschutzbeamte Stacheldraht auf der Brücke vor dem Grenzübergang in Brest angebracht und damit ihre eigene Grenze geschlossen. Polnische Grenzsoldaten errichteten einen Metallzaun über dem Stacheldraht. Mehrere Fahrzeuge stauten sich am Grenzübergang. Sie werden nach Belarus zurückkehren müssen.

Der polnische Premierminister Donald Tusk betonte, dass dieser Schritt trotz der Unannehmlichkeiten, die die Schließung der Grenzen mit sich bringt, aus Sicherheitsgründen notwendig sei.


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