DB InfraGO plant für das Jahr 2026 einen umfassenden Ausbau des bayerischen Schienennetzes und kündigt die Erneuerung von rund 500 Kilometern Gleis und mehr als 200 Weichen in der Region an. Die Investitionen in Höhe von über 4 Milliarden Euro umfassen auch Ausbauprojekte auf ausgewählten Korridoren und Bahnhöfen.
Das Programm schließt sich an frühere Arbeiten in der Region Werdenfels und der Oberpfalz an, wobei sich die nächste Phase sowohl auf Regional- als auch auf S-Bahn-Linien konzentriert. Die Fahrgäste in München werden zu den Hauptnutznießern gehören, da die S-Bahn-Linien S2, S4 und S7 für zusätzliche Wartungsarbeiten vorgesehen sind. Auch Teile des Allgäuer Netzes werden erneuert.
"Diese zusätzlichen Arbeiten bedeuten rund 10 Prozent mehr Investitionen in Bayern", sagte Philipp Nagl, Geschäftsführer von DB InfraGO. "Wir wissen, dass die zahlreichen Baustellen die Geduld der Fahrgäste auf die Probe stellen werden, aber unser Ziel ist es, langanhaltende Behinderungen zu vermeiden. Möglich wird dieses Programm durch die stabile Finanzierung aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klima des Bundes", so Nagl weiter.
Die bayerische Staatsregierung begrüßte den erweiterten Plan, drängte jedoch darauf, nicht nur auf den Hauptkorridoren, sondern auch auf den regionalen Strecken Fortschritte zu erzielen.
"Es ist eine gute Nachricht, wenn das Schienennetz in Bayern mehr Geld bekommt - und das ist auch dringend nötig", sagte Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr. "Instandhaltung und Neubau müssen vorangetrieben werden. Das gilt für die großen Strecken, aber auch für die Strecken im ländlichen Raum, wie zum Beispiel die Elektrifizierung des Korridors Franken-Sachsen", fügte er hinzu.
Mit der gesicherten Finanzierung will DB InfraGO lange aufgeschobene Erneuerungen in Angriff nehmen und wiederkehrende Geschwindigkeitsbeschränkungen und Engpässe verhindern. Die Arbeiten werden voraussichtlich einige vorübergehende Fahrplananpassungen zur Folge haben, aber der Betreiber betont, dass das Ergebnis ein zuverlässigeres, belastbareres und moderneres Bahnsystem für Bayern sein wird.