Der polnische Eisenbahninfrastrukturbetreiber PKP Polskie Linie Kolejowe (PKP PLK) und die Danziger Hafenbehörde haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um mit dem Ausbau des Schienen- und Straßenzugangs zu den Tiefwasserterminals auf der Hafeninsel im Danziger Nordhafen zu beginnen.
Die Vereinbarung umfasst die Erstellung einer Durchführbarkeitsstudie für ein Projekt zur Verbesserung des Zugangs zu den bestehenden und geplanten Terminals. Derzeit wird der gesamte Schienenverkehr aus dem Tiefwasserbereich über eine einzige Brücke abgewickelt. Allein im Jahr 2024 wurden mehr als 355 000 Eisenbahnwaggons an die Terminalbetreiber im Hafen von Danzig geliefert.
Die geplanten Investitionen umfassen den Bau oder die Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur im Hafen und im Hinterland. Zu den wichtigsten Elementen gehören der Bau neuer Gleisanschlüsse, zusätzlicher Gleise und möglicherweise einer zweiten Brücke oder eines Tunnels, die die Hafeninsel mit dem Festland verbinden. Diese Entwicklungen werden die Kapazität des Bahnhofs Gdańsk Port Północny erhöhen und den Verkehrsfluss im gesamten Eisenbahnnetz verbessern.
Die Investition ist in drei Phasen unterteilt. In der ersten, die für 2026-2027 geplant ist, geht es um eine Machbarkeitsstudie. Die zweite Phase, die im Jahr 2028 beginnt, umfasst die technische Projektdokumentation. Die dritte Phase, die bis 2034 beginnen soll, würde Bau- und Modernisierungsarbeiten - wie Elektrifizierung und neue Streckenabschnitte - umfassen, abhängig von der Finanzierung und den erforderlichen Genehmigungen.
Die Vertreter der Häfen wiesen auf die derzeitigen Grenzen der Infrastruktur und die Notwendigkeit hin, die Entwicklung der Seehäfen mit dem Ausbau der Eisenbahnkapazitäten in Einklang zu bringen.
Der geplante Ausbau folgt auf frühere Arbeiten zur Verbesserung des Zugangs zu den Häfen Gdańsk und Gdynia. Zwischen 2019 und 2024 wurden mehr als 687 Mio. EUR an CEF-Mitteln für diese Projekte bereitgestellt. Zu den laufenden Arbeiten gehören die Modernisierung der Linie 201 (Bydgoszcz-Tricity) und der geplante Ausbau eines Gleises zwischen Pszczółki und Pruszcz Gdański zur Verbesserung des Hauptgüterverkehrskorridors aus dem Gebiet der Tricity.
Durch den Bau dieses Abschnitts werden der Güter- und der Personennahverkehr vom Fernverkehr getrennt, was zur Erhöhung der Zuverlässigkeit und des Durchsatzes beiträgt. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.