Laut Informationen des bulgarischen Ministeriums für Verkehr und Kommunikation wurden europäische Fördermittel für den Bau eines neuen intermodalen Terminals in Ruse bewilligt. Der Gesamtwert des Projekts beläuft sich auf fast 60 Millionen Euro.
Der Umfang des Projekts umfasst den Bau eines neuen Bahnhofs mit sieben Gleisen, die Wiederherstellung der Bahnverbindung zur Donaubrücke und die Entwicklung einer neuen Straßenanbindung, die den Terminal mit dem nördlichen Industriegebiet von Ruse verbindet.
Die geplante Anlage wird Verwaltungsgebäude, einen Frachtumschlagbereich, eine Zollkontrollstelle, Lagerflächen, Parkplätze und begrünte Flächen umfassen. Gemäß der Projektbeschreibung soll das Terminal den intermodalen Güterverkehr zwischen Schiene und Straße unterstützen.
Die Nationale Eisenbahninfrastrukturgesellschaft wird voraussichtlich im Januar 2026 ein öffentliches Beschaffungsverfahren für die Planung und den Bau des Terminals einleiten. Nach Fertigstellung der Bauarbeiten sollen der Betrieb und die Verwaltung der Anlage an einen privaten Betreiber übertragen werden.
Das Projekt ist mit umfassenderen Verkehrsinfrastrukturplänen in der Region verbunden, darunter künftige Entwicklungen rund um die Donaüberquerungen bei Ruse und die laufenden Arbeiten an der Eisenbahnstrecke Ruse–Varna, die derzeit modernisiert und kapazitätsmäßig ausgebaut wird.
Ruse liegt im Norden Bulgariens, an der Grenze zu Rumänien, etwa ýť km südlich von Bukarest.