Nachdem der Großteil des Korridors Lieboch–Wettmannstätten–Wies im Jahr 2025 fertiggestellt wurde, konzentrieren sich die Arbeiten nun auf den Abschnitt Lieboch–Köflach der Steirischen Westbahn. Die nächste Phase umfasst die Verbreiterung des Kremser Tunnels für die Elektrifizierung, die Modernisierung von acht Bahnhöfen und den Bau neuer Brücken über die Flüsse Södingbach, Gradnerbach und Kainach. Der Abschnitt soll bis Ende 2028 fertiggestellt sein, erklärte die ÖBB.
Die Planungen für den Abschnitt Graz–Lieboch, wo die Elektrifizierung mit neuen Unterführungen, Nahverkehrsknotenpunkten und einer zusätzlichen Ausweichstelle bei Graz-Wetzelsdorf kombiniert wird, laufen weiter. Die ersten Arbeiten beginnen an der Peter-Rosegger-Straße, wo ein neuer Umsteigepunkt zwischen S-Bahn und Stadtbussen geplant ist. Weitere Unterführungen und Umsteigeknotenpunkte sollen an der Wetzelsdorferstraße, der Kärntnerstraße und der Gradnerstraße entstehen. Dieser Abschnitt soll bis 2033 fertiggestellt sein.
Insgesamt werden 91 km Strecke modernisiert, 16 Bahnhöfe ausgebaut, mehrere Bahnübergänge entfernt oder gesichert und ein Tunnel neu gebaut. Das Projekt soll die Fahrzeiten verkürzen, die Taktfrequenz verbessern und die Verbindungen zum Hauptbahnhof Graz und zur Koralmbahn stärken. Durch die Elektrifizierung sollen außerdem die Betriebskosten gesenkt und die Verfügbarkeit der Flotte auf der Strecke verbessert werden.
Das Bauprogramm erfordert umfangreiche Streckensperrungen. Der Abschnitt Lieboch–Köflach wird vom 11. Juli bis zum 10. Oktober 2026 und erneut vom 7. Januar bis zum 19. September 2027 vollständig gesperrt sein. Für beide Zeiträume ist ein Schienenersatzverkehr mit Bussen vorgesehen.