Die Škoda-Gruppe hat einen Auftrag in Höhe von 29,8 Mio. EUR für die umfassende Instandsetzung und teilweise Modernisierung von 43 Fahrzeugen der Baureihe MVTV2 erhalten, die von Správa železnic für die Inspektion und Wartung von Oberleitungen eingesetzt werden. Die Arbeiten werden in diesem Sommer in der Škoda-Produktionsstätte in Šumperk beginnen. Die ersten beiden Prototyp-Fahrzeuge sollen bis Ende 2025 fertiggestellt werden. Das gesamte Projekt soll bis Mitte 2029 abgeschlossen sein.
Der Auftrag umfasst eine umfassende Überholung jedes Fahrzeugs, einschließlich Demontage, Inspektion, Reparatur oder Austausch von Komponenten und Wiedermontage mit neuer Lackierung. Zusätzlich zu den Reparaturen werden die Fahrzeuge einer Teilmodernisierung unterzogen, wie z. B. dem Einbau eines neuen Getriebes, das Geschwindigkeiten ab 10 km/h ermöglicht. Das Bordspannungssystem wird von 48 V auf 24 V umgestellt, um die Kompatibilität mit den derzeitigen Standardkomponenten im Schienenverkehr zu gewährleisten und das Problem der veralteten 48-V-Teile und der Wartungsprobleme zu lösen.
Die Überholung der ersten beiden Prototypen wird etwa 18 Monate dauern, während für jedes weitere Fahrzeug in der Serienphase etwa 6 Monate veranschlagt werden. An dem Projekt werden etwa 30-40 Spezialisten beteiligt sein, darunter Techniker, Technologen und Beschaffungsteams, gefolgt von Mechanikern, Schlossern, Elektrikern und Klimatechnikern für die eigentlichen Reparaturarbeiten. In der letzten Phase werden Prüftechniker sicherstellen, dass die Fahrzeuge einsatzbereit sind.
Diese Fahrzeuge spielen eine wichtige Rolle bei der geometrischen Positionierung und Wartung von Oberleitungen sowie beim Transport von Personal und Material. Die ursprünglich von Škoda Vagonka für die Tschechoslowakischen Staatsbahnen hergestellten Fahrzeuge der Baureihe MVTV2 werden seit 2007 im Werk Šumperk repariert und modernisiert.
Mit diesem Vertrag wird die Partnerschaft zwischen der Škoda Gruppe und Správa železnic fortgesetzt. Ziel ist es, die Lebensdauer und Zuverlässigkeit dieser Spezialfahrzeuge zu verlängern und gleichzeitig die Betriebseffizienz und die Wartungsprozesse zu verbessern.