Stadler hat bei einer Präsentation in Berlin mit dem RS ZERO das jüngste Mitglied seiner Regionalzugfamilie vorgestellt. Das neue Modell tritt die Nachfolge des Regio-Shuttles RS1 an, der seit fast drei Jahrzehnten im deutschen und tschechischen Regionalverkehr eingesetzt wird.
Der RS ZERO führt das Erbe des RS1 fort, indem er einige seiner bekannten Designelemente wie die trapezförmigen Fensterstreifen beibehält und gleichzeitig moderne Merkmale wie einen LED-Flügel für ein futuristischeres Aussehen integriert. Angesichts der Tatsache, dass mehr als 38 Prozent der deutschen und 43 Prozent der europäischen Bahnstrecken nicht elektrifiziert sind, bietet der RS ZERO eine praktische Lösung zur Verringerung der Kohlendioxidemissionen auf einer größeren Anzahl von Strecken.
Dieses Modell ist mit einer Achslast von weniger als 18 Tonnen leicht gebaut und eignet sich daher für Nebenstrecken mit geringerer Verkehrsdichte. Der RS ZERO wird sowohl in Einzel- als auch in Doppeleinheitskonfigurationen angeboten und bietet Platz für 70 bis 150 Fahrgäste.
Der in Berlin vorgestellte Prototyp ist ein wasserstoffbetriebenes Ein-Personen-Fahrzeug mit einem vielseitigen Innenraum, der neben den üblichen Sitzmöglichkeiten auch Platz für Fahrräder, Kinderwagen und sperriges Gepäck bietet. Bei der Konstruktion des Innenraums wurden in großem Umfang nachhaltige Materialien verwendet, vom Bodenbelag aus nachwachsenden Rohstoffen bis zu den Seitenverkleidungen aus recycelten PET-Flaschen. Die Klimaanlage arbeitet mit einem klimafreundlichen Kältemittel und unterstreicht damit das umweltbewusste Design des Fahrzeugs.
Mit der Vorstellung des RS ZERO noch vor der Innotrans-Messe in Berlin könnte die größte Eisenbahnmesse die Nachricht von den ersten Bestellungen dieser Einheiten bringen.