Ende der „Hydra“-Züge im regulären Betrieb

Ende der „Hydra“-Züge im regulären Betrieb
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Die tschechische Staatsbahn České dráhy (ČD) nimmt mehrere ältere Lokomotiven- und Triebwagenklassen aus dem Verkehr, da landesweit neue Schienenfahrzeuge in Betrieb genommen werden.

Im Rahmen eines umfassenden Programms zur Erneuerung der Flotte nimmt ČD nach und nach mehrere ältere Lokomotiven- und Triebwagenmodelle aus dem regulären Personenverkehr. Dieser Schritt spiegelt den zunehmenden Einsatz moderner Zuggarnituren wie der Fernverkehrszüge ComfortJet und der Regionalzüge RegioPanter und RegioFox wider.

Nach Angaben des Betreibers wird die Umgestaltung der Flotte im gesamten tschechischen Netz immer sichtbarer, da moderne Triebzüge alternde Lokomotiven und Dieseltriebwagen ersetzen. Die neuen Züge bieten Ausstattungsmerkmale wie Klimaanlage, WLAN-Verbindung, Steckdosen und stufenlosen Zugang, die von den Fahrgästen mittlerweile als Standard angesehen werden.

Michal Krapinec, CEO und Vorstandsvorsitzender der ČD, erklärte, dass im Rahmen des Erneuerungsprogramms ältere oder weniger zahlreich vorhandene Fahrzeugtypen schrittweise aus dem täglichen Betrieb genommen werden, während neue Schienenfahrzeuge den Personenverkehr übernehmen.

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Zu den auffälligsten Veränderungen gehört das Ende des regulären Betriebs der Dieseltriebwagen der Baureihe 854, die unter Eisenbahnfans als „Hydras” bekannt sind. Diese Fahrzeuge werden derzeit aus den Depots in Prag und anderen Regionen abgezogen, wobei ihr endgültiger regulärer Betrieb voraussichtlich in den kommenden Monaten eingestellt wird. Eine kleine Anzahl von Fahrzeugen wird als Reservebestand verfügbar bleiben und gelegentlich zum Einsatz kommen, wenn neuere Züge vorübergehend nicht verfügbar sind.

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Die Flottenrationalisierung umfasst auch mehrere Elektrolokomotivklassen, die bereits aus dem täglichen Betrieb verschwunden sind, darunter die Klassen 150.2, 151 und 242. Nur eine begrenzte Anzahl von Lokomotiven der Klasse 371 ist noch im Einsatz, hauptsächlich für saisonale Verbindungen nach Deutschland. Taurus-Lokomotiven (Klasse 1216) werden mittlerweile nur noch als Reserveeinheiten ohne planmäßigen Einsatz verwendet.

Weitere Reduzierungen sind im Laufe des Jahres geplant. ČD beabsichtigt, Lokomotiven der Baureihe 380 aus dem regulären Betrieb zu nehmen und die Anzahl älterer Dieseltriebwagen, darunter auch die bekannten Fahrzeuge der Baureihe 810, weiter zu reduzieren. Etwa vierzig dieser Fahrzeuge sind weiterhin für den regulären Betrieb vorgesehen, während rund neunzig noch im Flotteninventar des Betreibers aufgeführt sind.

Ausgemusterte Schienenfahrzeuge werden in der Regel über digitale Plattformen wie RAILVIS.com und andere potenziellen Käufern zum Verkauf angeboten. Wenn sich kein neuer Betreiber findet, werden die Fahrzeuge zerlegt und verschrottet. Gleichzeitig werden historisch bedeutsame Einheiten für Museumssammlungen aufbewahrt. Ausgewählte Triebwagen der Baureihe 854 werden aufgrund ihrer Rolle im tschechoslowakischen Expressverkehr seit Ende der 1960er Jahre, darunter die internationalen Vindobona-Züge zwischen Berlin, Prag und Wien, als historische Fahrzeuge erhalten bleiben.

Die Erneuerung der Flotte spiegelt einen allgemeinen Trend bei den europäischen Eisenbahnen wider, wo die Betreiber veraltete Lokomotiven und Dieseltriebwagen durch moderne elektrische Triebzüge ersetzen, um den Komfort für die Fahrgäste, die Betriebseffizienz und die Umweltbilanz zu verbessern.

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