Das Projekt FP2-MORANE-2 ist jetzt angelaufen. Es wird die Technologie des Future Railway Mobile Communication System (FRMCS) unter realen Bedingungen testen. Dieses Projekt ist Teil des Europäischen Eisenbahnverkehrsmanagementsystems (ERTMS), dessen Ziel es ist, die Kapazität, Digitalisierung und Wettbewerbsfähigkeit des Schienenpersonen- und -güterverkehrs in der Europäischen Union zu erhöhen.
Im Rahmen des 34-monatigen Großprojekts werden marktreife Spezifikationen für die Signaltechnik auf den am stärksten befahrenen Eisenbahnstrecken Europas erprobt und gefördert, und es wird sichergestellt, dass diese Spezifikationen in künftigen Überarbeitungen der TSI berücksichtigt werden. Im Rahmen des Projekts werden die Prototypen des FP2-MORANE-2 in drei europäischen Labors und unter realen Streckenbedingungen getestet. Dies wird sowohl konventionelle als auch Hochgeschwindigkeitsstrecken umfassen.
Da GSM-R bis 2030 veraltet sein wird, ist das neue FRM-CS-System eine vorrangige Technologie für das zukünftige Eisenbahnsystem. Das Horizon Europe FP2-MORANE-2 Projekt wird von Europe's Rail (EU-RAIL) und dem European Smart Networks and Services Joint Undertaking (SNS JU) mit 13,5 Millionen Euro kofinanziert. Das Projekt wurde offiziell am 1. Dezember 2024 gestartet. Es besteht aus sechs Arbeitspaketen zur Validierung der neuesten Version der FRMCS-Spezifikationen durch die Agentur der Europäischen Union für die Eisenbahnen (ERA).
"Die europäische Eisenbahnzulieferindustrie setzt sich dafür ein, dass FRMCS als Teil der übergreifenden ERTMS-Einführung ein voller Erfolg wird. Alle Akteure müssen gemeinsam sicherstellen, dass der Übergang zu FRMCS rechtzeitig und so nahtlos wie möglich erfolgt. FP2-MORANE-2 wird zur Bereitstellung der FRMCS-Spezifikationen für die neue TSI CCS beitragen. Dieses Projekt wird die Entwicklung von FRMCS-Technologien unterstützen und darauf abzielen, dass die ersten einsatzfähigen kommerziellen FRMCS-Lösungen bald nach Abschluss der Tests und Bewertungen zur Verfügung stehen", kommentierte Enno Wiebe, Generaldirektor der UNIFE.