Wabtec hat den Prototyp seines Maverick-Traktionsmoduls in Pittsburgh vorgestellt und die autonome Einheit im vergangenen Jahr auf Firmenstrecken getestet, berichtet Axios.
Das Maverick-Modul arbeitet mit einem dreiachsigen Drehgestell, das aus einer vorhandenen Lokomotive stammt. Wabtec plant auch eine Pathfinder-Version, die mit Kameras, Sensoren und autonomen Steuerungssystemen ausgestattet ist. Nach Angaben des Unternehmens ist das Modul in der Lage, Güterwagen über Entfernungen von 1.130 bis 1.600 Kilometern zu transportieren. Konkrete Angaben zu Leistung und Zugkraft wurden jedoch nicht bekannt gegeben.
Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Initiative von Wabtec zur Integration von Automatisierung und digitalen Technologien in den Bahnbetrieb. Zu den weiteren Entwicklungen gehören Teleoperationsfunktionen für ferngesteuerte Zugbewegungen sowie Roboter-Inspektionswerkzeuge wie Rail Ghost, die die Unterseite von Triebwagen inspizieren können, ohne sie von den Gleisen zu entfernen.
Die Einführung der modularen Gütertriebfahrzeuge erfolgt vor dem Hintergrund, dass Bahnbetreiber nach Lösungen suchen, um die Effizienz in den Bahnhöfen zu verbessern und kleinere Güterbewegungen zu optimieren. Während der Lkw aufgrund seiner Schnelligkeit und Flexibilität ein starker Konkurrent bleibt, konzentrieren sich die Fortschritte von Wabtec auf die Bereitstellung zusätzlicher Optionen für die Güterverkehrslogistik auf der Schiene. Die Tests und Datenerhebungen zum Maverick-Modul werden fortgesetzt, während das Unternehmen sein Potenzial für den weiteren Einsatz evaluiert.