Das Projekt RemODtrAIn wird von Siemens Mobility geleitet und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) mit insgesamt rund 17 Millionen Euro gefördert.
Rheinmetall leistet einen Beitrag über seine Tochtergesellschaft MIRA, die für die Entwicklung einer Lösung für den sicheren Fernzugbetrieb (RTO) verantwortlich ist. Der Kern des Demonstrators besteht darin, einen ICE 4 der Deutschen Bahn mit einem Fernsteuerungssystem auszustatten, das von einer Leitstelle in einem DB-Wartungsdepot in der Nähe von Köln aus über eine 5G-basierte Kommunikationsarchitektur betrieben wird.
RemODtrAIn kombiniert Fernsteuerung mit KI-gestützter Hinderniserkennung, die in realen Betriebsumgebungen getestet wird, darunter das Berliner S-Bahn-Netz. Der technische Umfang umfasst hochverfügbare Kommunikation, sicherheitszertifizierte Bildverarbeitungssysteme und standardisierte Fahrzeugschnittstellen. MIRA entwickelt die Fernsteuerungskomponenten, darunter die Fernbedienungseinheit, die Bordausrüstung für die Fernsteuerung und ein Cloud-basiertes Flottenmanagementsystem.
Das Projekt konzentriert sich auf Liefer-, Versand- und Abstellbewegungen, bei denen Züge häufig von Fahrern in Depots und Werkstätten umpositioniert werden. Nach Angaben der Projektpartner soll eine standardisierte Betriebslogik für verschiedene Fahrzeugtypen es ermöglichen, dass ein einziger Fernbediener mehrere Fahrzeuge steuern und zwischen Flotten wechseln kann.
Die Lösung von MIRA ist sowohl für Neufahrzeuge als auch für die Nachrüstung bestehender Flotten ausgelegt. Zertifizierte Fahrzeugschnittstellen werden in Zusammenarbeit mit Cattron als Subunternehmer entwickelt. Die RemODtrAIn-Spezifikationen sollen den späteren Einsatz in operativen Bahnumgebungen unterstützen, einschließlich Depotlogistik und anderen Nicht-Linienverkehrsanwendungen.