DP World macht die Reduzierung der Hafenemissionen von seinen Kunden abhängig

DP World macht die Reduzierung der Hafenemissionen von seinen Kunden abhängig
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DP World hat in Southampton ein CO₂-Ausgleichsprogramm eingeführt, das es Kunden ermöglicht, nachgewiesene Emissionsminderungen im Hafenbereich auf ihre eigenen Lieferkettenziele anzurechnen.

DP World hat an seinem Terminal in Southampton ein Programm ins Leben gerufen, das das Unternehmen als das erste hafenbasierte CO₂-Insets-Programm bezeichnet. Damit erhalten Kunden die Möglichkeit, einen Teil der verifizierten Emissionsminderungen auf ihre eigenen Lieferkettenziele anzurechnen.

Die neuen „Container Terminal Inset“-Zertifikate basieren auf CO₂-Einsparungen, die im Hafen durch Maßnahmen wie den Einsatz von Biokraftstoffen – darunter HVO –, die hafenweite Elektrifizierung und die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien erzielt werden. Diese Einsparungen werden anschließend in Zertifikate umgewandelt, die an Kunden vergeben werden, die entsprechende Fracht über Southampton transportieren.

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Aus logistischer Sicht spiegelt dieser Schritt einen allgemeinen Trend zu einer detaillierteren Erfassung der Dekarbonisierung entlang der gesamten Lieferkette wider, bei der Häfen nicht mehr nur als Umschlagplätze betrachtet werden, sondern zunehmend als aktive Akteure bei Strategien zur Emissionsreduzierung. DP World erklärte, die Zertifikate würden die Berichterstattung der Kunden über Scope-3-Emissionen unterstützen.

Die Zertifikate aus Southampton werden in das umfassendere „Carbon Inset Programme“ von DP World integriert, das im Januar 2025 in Zusammenarbeit mit 123Carbon ins Leben gerufen wurde. Nach Angaben des Unternehmens wurden im ersten Jahr bereits mehr als 250.000 TEU registriert und über 9.000 Tonnen CO₂e-Einsparungen ausgewiesen, was dazu führte, dass das Programm bis Ende 2026 verlängert wurde.

Für den Frachtsektor liegt die Bedeutung in dem Bestreben, einen verifizierten Mechanismus für die gemeinsame Anrechnung von Emissionsminderungen in Logistikketten zu schaffen, die Straße, Schiene und Seeverkehr miteinander verbinden. DP World argumentiert, dass Häfen eine immer wichtigere Rolle in der CO₂-armen Logistik spielen, insbesondere dort, wo Infrastrukturbetreiber in Elektrifizierung und sauberere Kraftstoffe investieren.


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