DAC auf den schwersten Güterzügen von Green Cargo getestet

DAC auf den schwersten Güterzügen von Green Cargo getestet
© Green Cargo
Die Erprobung digitaler automatischer Kupplungen (DAC) hat auf Schwedens schwerstem Güterzug, dem Stahl-Shuttle zwischen Luleå und Borlänge, begonnen.

Die Tests sind Teil des FP5-Innovationsprojekts TRANS4M-R im Rahmen des gemeinsamen europäischen Eisenbahnunternehmens (EU-Rail), das sich auf die Integration der DAC-Technologie in schwierigen Betriebsumgebungen konzentriert.

Schwierige Bedingungen für die DAC-Leistung

Der Green-Cargo-Stahl-Shuttle, der für die Produktionskette von SSAB von zentraler Bedeutung ist, transportiert Stahlbrammen von Luleå nach Borlänge über eine 1.000 Kilometer lange Strecke, die Schwedens nördliche Hauptstrecke umfasst, die für ihre Kurven, Steigungen und rauen Winterbedingungen bekannt ist. Der Zug mit einem Gewicht von bis zu 3.800 Tonnen und bis zu 40 Waggons bietet die Gelegenheit, die Haltbarkeit und Leistung von DAC unter extremen Bedingungen zu testen.

Für die Testphase wurden zwei Wagenpaare mit DAC-Systemen verschiedener Hersteller ausgestattet. Während der zweijährigen Testphase sollen die Wagen rund 320.000 Kilometer zurücklegen und dabei Daten darüber liefern, wie die Kupplungen bei strengen Winterbedingungen und in anspruchsvollem Gelände funktionieren.

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Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Branche

An den Tests sind mehrere Akteure beteiligt. Trafikverket beaufsichtigt den Testprozess und bereitet den Demonstrationszug vor, während Rail Sweden im Lindholmen Science Park das Projekt koordiniert. Zusätzliche Unterstützung wird von Svensk Maskinprovning für Messungen und Testvorbereitungen geleistet. Die derzeitigen Kupplungen wurden von Dellner undVoith geliefert, weitere Lieferanten und Wagenpaare werden im Laufe des Projekts hinzukommen.

Die Rolle von DAC bei der Modernisierung von Güterzügen

Digitale automatische Kupplungen ermöglichen das automatische Kuppeln und Entkuppeln von Waggons und ermöglichen gleichzeitig die Elektrifizierung und Datenübertragung im gesamten Zug. Damit entfällt das zeitaufwändige und körperlich anstrengende manuelle Kuppeln, und die Betriebssicherheit wird erhöht. Die Technologie unterstützt auch längere und schwerere Züge und ermöglicht automatische Bremstests, was die Zugbereitschaft und die betriebliche Effizienz verbessert.

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Europäische Ambitionen für die DAC-Einführung

Das Projekt TRANS4M-R des 5. RP steht im Einklang mit dem europäischen DAC-Programm, das den Einsatz von mit DAC ausgestatteten Zügen in ganz Europa bis 2026-2027 vorantreiben will. Das Programm ist Teil umfassenderer Bemühungen zur Modernisierung des Schienengüterverkehrs mit dem Ziel, die Kapazität zu erhöhen, die grenzüberschreitende Koordinierung zu optimieren und den ökologischen Fußabdruck des Güterverkehrs zu verringern.

Diese Initiative trägt zu den Zielen der Europäischen Kommission bei, mehr Fracht auf die Schiene zu verlagern, indem sie neue Technologien nutzt, die Kapazität erhöht und die Widerstandsfähigkeit der Logistiknetze verbessert.


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