Zwischen dem Hafen von Rijeka und Niš, Serbien, wurde eine neue Bahnverbindung eingerichtet. Der Schienenkorridor verbindet den Containerterminal von Rijeka mit der serbischen Logistikdrehscheibe Niš und bietet eine Alternative zum Straßentransport von Containerfracht auf dem Weg ins Landesinnere. Der Dienst wird in Abstimmung mit nationalen und privaten Schienengüterverkehrsunternehmen in beiden Ländern betrieben. Offizielle Angaben über die wöchentliche Frequenz, die Länge der Züge und das erwartete Volumen liegen nicht vor.
Diese Entwicklung fügt sich in die laufenden Bemühungen der Häfen in der Adriaregion ein, die Hinterlandanbindung auf der Schiene auszubauen. Der Terminal in Rijeka hat sich allmählich auf die intermodale Verteilung auf der Schiene zu den Bestimmungsorten im Landesinneren verlagert, wobei bereits Verbindungen nach Ungarn, der Slowakei und Österreich bestehen.
Mit der Einführung der Niš-Verbindung sollen die Möglichkeiten der Frachtbeförderung auf dem westlichen Balkan verbessert und das wachsende Interesse an Schienenalternativen auf Mittelstrecken im Inland unterstützt werden.
Rijeka verzeichnet ein steigendes Interesse von Verladern, die die mittel- und südosteuropäischen Märkte über die Adria ansteuern, insbesondere da die Überlastung der nordeuropäischen Häfen die Durchlaufzeiten für Seefracht beeinträchtigt hat. Niš, das an einem Eisenbahnknotenpunkt liegt, der Serbien mit Bulgarien und Nordmazedonien verbindet, dient als regionaler Verteilerpunkt.
Die Eröffnung dieser Verbindung folgt auf verschiedene Investitionen in die kroatische Eisenbahninfrastruktur, darunter Arbeiten an der Strecke Rijeka-Zagreb und geplante Korridorausbauten im Rahmen von EU-geförderten Programmen. Während die langfristige Kapazität auf diesen Strecken noch immer infrastrukturellen Beschränkungen unterliegt, sollen neue Strecken wie Rijeka-Niš die kommerzielle Machbarkeit testen und die Nachfrage nach weiteren Diensten messen.